Boeing-Arbeitskampf Sprechen, nicht streiken

Ab Donnerstag wollen der Flugzeugproduzent Boeing und die Gewerkschaft nach fast sieben Wochen Streik wieder miteinander sprechen. Immerhin 27.000 Mechaniker hatten das amerikanische Unternehmen zuletzt gelähmt.

New York - Nach fast sieben Wochen Streik stehen beim US-Flugzeugbauer Boeing  neue Verhandlungen an. Die größte Boeing-Gewerkschaft und der Konzern haben sich auf ein Treffen an diesem Donnerstag geeinigt. Das teilten beide Seiten am Montagabend (Ortszeit) mit. Seit Anfang September haben rund 27.000 Mechaniker beim Wettbewerber des europäischen Airbus-Konzerns die gesamte Flugzeugfertigung lahmgelegt.

Die Mitarbeiter kämpfen vor allem gegen die drohende Auslagerung weiterer Jobs an Zulieferer. Boeing vergibt aus Kostengründen und für mehr Flexibilität zunehmend weite Teile der Fertigung nach außen.

Die neuen Verhandlungen sollen unter der Leitung eines Vermittlers in Washington stattfinden. Eine erste Gesprächsrunde war vor einer Woche ergebnislos abgebrochen worden.

Boeing legt überdies an diesem Mittwoch seine Zahlen für das vergangene Quartal vor. Analysten erwarten erste Aussagen zu den Auswirkungen des Streiks. Der Arbeitskampf kostet den Hersteller laut Schätzungen pro Tag 100 Millionen Dollar Umsatz.

Es ist bereits der dritte Arbeitskampf bei Boeing seit 1995. Der Konzern bot den Beschäftigten zuletzt einen Dreijahresvertrag mit elf Prozent mehr Lohn an.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.