Hapag-Lloyd Kühne verspricht Treue zu Hamburg

Die Reederei Hapag-Lloyd soll nach den Worten des neuen Miteigentümers Klaus-Michael Kühne dauerhaft in Hamburg bleiben. Kühne, dessen Konsortium 4,5 Milliarden Euro für das Unternehmen bezahlt hat, schließt zudem einen Personalabbau aus.

Hamburg - Die Investoren des Hamburger Konsortiums wollen nach den Worten des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne mindestens vier Jahre bei der Containerreederei Hapag-Lloyd engagiert bleiben. Dazu hätten sich alle im Gesellschafterkreis bereiterklärt, sagte Kühne dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in einem am Samstag vorab verbreiteten Interview.

Er selbst denke noch langfristiger "als der eine oder andere in unserer Gruppe, der sein Engagement eher als Kapitalanlage sieht", ergänzte Kühne, der das Konsortium führt. "Ich will mich nicht kurzfristig wieder von Hapag-Lloyd trennen, sondern das Unternehmen dauerhaft in Hamburg und Deutschland verankern." Die Reederei brauche jetzt Kontinuität und dürfe nicht erneut zum "Spielball von Spekulationen" werden.

Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui  hatte die Mehrheit an Hapag-Lloyd vor einer Woche für 1,4 Milliarden Euro an das Hamburger Konsortium verkauft. Dieses beteiligt sich über ein Gemeinschaftsunternehmen zu zwei Dritteln an der Reederei. Die Rivalin NOL aus Singapur war kurz zuvor aus dem Rennen ausgestiegen.

Die Gruppe um Kühne war als "Hamburger Lösung" ins Leben gerufen worden, um einen Verkauf von Hapag-Lloyd ins Ausland zu verhindern. Beteiligt sind neben Kühne und der Hansestadt auch die Hamburger Versicherer Signal Iduna und Hanse Merkur sowie die Privatbank M.M. Warburg und die HSH Nordbank. Kühne selbst will 25,1 Prozent an Hapag-Lloyd übernehmen.

Er selbst habe "mehr als geplant" eingesetzt, räumte Kühne ein. "Aber ich hatte mich immer darauf eingerichtet, neben der Stadt Hamburg das größte Engagement zu haben." Laut "Spiegel" trägt er mehr als eine halbe Milliarde Euro.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.