Sonntag, 13. Oktober 2019

Konjunktur Experten erwarten kaum noch Wachstum

Die führenden Wirtschaftsforscher sowie die Bundesregierung planen offenbar, kurzfristig ihre Wachstumsprognose für 2009 deutlich zu senken. Erwartet wird, dass der Konjunkturaufschwung 2009 vollends erlahmt. Die Folge: Die Arbeitslosigkeit dürfte wieder zulegen - und der Finanzminister kommt von seinem Sparkurs ab.

Hamburg - In einem Gemeinschaftsgutachten, das die führenden Wirtschaftsinstitute am Dienstag vorlegen werden, sagen sie angeblich für 2009 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent voraus. Das berichtet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL am Samstag vorab. Zum ersten Mal seit Jahren werde auch die Arbeitslosigkeit wieder steigen.

Dunkle Wolken: Die deutsche Wirtschaft wächst kaum noch
In ihrem Frühjahrsgutachten im April waren die Wirtschaftsforschungsinstitute noch von einem Wachstum von 1,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausgegangen.

Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) will auch die Bundesregierung ihre Konjunkturprognose für 2009 drastisch senken. Sowohl Ökonomen als auch Regierung gehen davon aus, dass die Wirtschaft im kommenden Jahr stagnieren werde, schreibt das Blatt.

Demnach machen die Finanzkrise sowie die starken Einbrüche an den Börsen die Voraussagen für die Ökonomen extrem schwierig. Deshalb werde bis zum letzten Moment mit einer Festlegung auf einen Wert gewartet.

Nach Angaben der SZ hat die heftige Konjunkturschwäche auch politische Brisanz. Denn sie mache es der Koalition wohl unmöglich, ihr Ziel einzuhalten, bis 2011 einen Bundeshaushalt ohne neue Schulden vorzulegen. Es werde erwartet, dass Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) bei der Vorlage der neuen Wachstumsprognose in der kommenden Woche offiziell von dieser Planung abrückt, so die Zeitung.

manager-magazin.de

© manager magazin 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung