Krisenticker G7-Staaten verkünden Aktionsplan

Die sieben führenden Industrieländer G7 haben sich auf einen Aktionsplan gegen die Finanzkrise verständigt. Die Lage verlange "außergewöhnliche Maßnahmen", heißt es in einem am Freitagabend veröffentlichten Papier. Die Staaten reagieren auf einen dramatischen Kursverfall an den Weltbörsen. Verfolgen Sie den Krisenticker auf manager-magazin.de.

00.23 Uhr: Der mm.de-Krisenticker macht am Wochenende Pause. Ab Montag gibt es dann zusätzlich zur gewohnten Berichterstattung auch wieder brandaktuelle News an dieser Stelle.

00.10 Uhr: Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen (G7) haben einen gemeinsamen Aktionsplan zur Überwindung der globalen Finanzkrise beschlossen. Dieser sieht vor, den Zusammenbruch großer Banken "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" zu verhindern, wenn dieser schwerwiegende Folgen für das gesamte Finanzsystem zu haben droht, wie aus einer am Freitagabend in Washington veröffentlichten Erklärung des gastgebenden US-Finanzministeriums hervorgeht. Die Vertreter der USA, Japans, Deutschlands, Großbritanniens, Frankreichs, Kanadas und Italiens seien sich "einig, dass die gegenwärtige Lage dringendes und außergewöhnliches Handeln erfordert", hieß es in der Erklärung.

Die G7-Finanzminister vereinbarten demnach einen Fünf-Punkte-Plan, in dem sie sich verpflichten "weiter zusammenzuarbeiten, um die Finanzmärkte zu stabilisieren, die Kreditströme wieder herzustellen und globales Wirtschaftswachstum zu fördern". Dazu wollen die Regierungen sicherstellen, "dass Banken und andere Finanzinstitutionen breiten Zugang zu Finanzmitteln haben". Die Minister waren in der US-Hauptstadt vor dem Hintergrund einer historischen Talfahrt der weltweiten Börsen in der Folge der globalen Finanzkrise und am Vorabend der Jahrestagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Washington zusammengekommen.

22.37 Uhr: In der Hoffnung auf ein entschlossenes Handeln der G7-Staaten haben sich die US-Börsen am Freitag von ihrem Sturz ins Bodenlose erholt. Die Händler erwarteten ein klares Signal der Industrieländer zur Auflockerung der Kreditklemme."Wir steigen ein, weil wir darüber spekulieren, was die G7 über das Wochenende beschließen wird", sagte ein Händler.

22.29 Uhr: Der breiter gefasste S&P-500 rutschte um 1,2 Prozent auf 899 Zähler ab und blieb damit unter der psychologisch wichtigen Marke von 900 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbuchte dagegen ein Plus von 0,3 Prozent auf 1649 Punkte. Kurz vor Handelsschluss hatten Schnäppchenjäger für steigende Preise im Dow gesorgt und so ein Debakel wie am Vortag verhindert.

22.07 Uhr: Der Dow Jones  schließt mit dem achten Tagesverlust in Serie. Das Minus von 1,5 Prozent fällt aber vergleichsweise gering aus. Am Vortag war es 7,3 Prozent in den Keller gegangen, ein ähnliches Szenario drohte lange auch am Freitag. Dennoch ist es die schwärzeste Woche aller Zeiten für den US-Index.

21.49 Uhr: Wie schon beinahe den ganzen Tag führen Finanzwerte wie JP Morgan und Bank of America den Dow Jones an. Der pendelt derzeit um den Vortageswert.

21.36 Uhr: Der Dow zündet den Turbo: plus 3,3 Prozent.

21.34 Uhr: Nun wird aus der Erholung fast schon eine kleine Rallye. Plus 2 Prozent im Dow.

21.28 Uhr: Und schon ist es passiert. Der Dow legt 0,6 Prozent im Vergleich zum Vortag zu. Aktueller Stand: 8619 Punkte.

21.24 Uhr: Der grüne Bereich rückt für den Dow in Sichtweite. Er steht nur noch ein Prozent im Minus.

21.15 Uhr: Die US-Bank Wells Fargo darf die angeschlagene Konkurrentin Wachovia  übernehmen. Die US-Wettbewerbsbehörde stimmte dem Vorhaben am Freitag ohne Auflagen zu. Rivale Citigroup hatte sich in der Nacht aus der Bieterschlacht zurückgezogen, will aber seine Schadensersatzansprüche gegen Wells Fargo weiter verfolgen.

Wachovia hatte zunächst einen Kaufvorvertrag für das Privat- und Firmenkundengeschäft mit Citigroup  abgeschlossen, war anschließend aber auf ein komplettes Übernahmeangebot von Wells Fargo eingegangen.

21.12 Uhr: Offenbar wollen sich die Investoren in New York nicht gegenseitig das Wochenende vermiesen. Der Dow legt einen Zwischensprint ein und erreicht 8391 Punkte, das Minus beträgt noch 2,2 Prozent.

21.07 Uhr: Anschnallen für die letzte Handelsstunde in New York. Gestern brachen an der Wall Street spät noch alle Dämme. Heute dümpelt der Dow Jones meist lethargisch zwischen 3 und 5 Prozent im Minus. Aktuell notiert er bei 8212 Punkten, also 4,3 Prozent schwächer als gestern.

20.45 Uhr: Der Euro hat am Freitagabend seine Tagesverluste ausgeweitet und damit weiterhin unter den Turbulenzen der Finanzkrise gelitten. Zuletzt notierte die europäische Gemeinschaftswährung bei 1,3311 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag noch auf 1,3579 (Donnerstag: 1,3682) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7364 (0,7309) Euro. Angesichts fallender Aktienkurse holten sich viele amerikanische Anleger ihr Geld aus dem Ausland zurück, sagte Rainer Sartoris, Devisenexperte vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Dies erhöhe die Nachfrage nach dem Dollar. Zudem hoffen die Anleger Händlern zufolge, dass die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben wichtigsten Industrienationen (G7) auf ihrem Treffen in Washington an diesem Freitag neue Wege zur Bewältigung der globalen Kreditkrise aufzeigen werden.

20.10 Uhr: Der US-Markt dreht wieder. Der Dow ist nur noch 4,3 Prozent im Minus, 8209 Punkte zählt er nun.

19.56 Uhr: Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone kommen am Sonntag in Paris zu einem Sondergipfel zusammen, um über Lösungswege aus der Finanzkrise zu beraten. Das französische Präsidialamt teilte am Freitag mit, die Politiker der 15 Mitgliedstaaten würden mit der Europäischen Zentralbank (EZB) einen gemeinsamen Aktionsplan aufstellen. Das kurzfristig einberufene Sondertreffen auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy will nach Angaben aus Berliner Regierungskreisen "ein kohärentes und abgestimmtes Vorgehen" unter den Partnern abstimmen. Es würden alle Optionen geprüft. Festlegungen gebe es nicht.

19.50 Uhr: Der Dow-Jones-Index fällt wieder unter 8000 Punkte und notiert kurzzeitig bei 7990 Punkten. Das ist ein Minus von knapp 7 Prozent.

19.30 Uhr: Die wichtigsten osteuropäischen Börsen sind am Freitag mit teilweise herben Verluste aus dem Handel gegangen. Der Prager Leitindex PX brach um 14,94 Prozent auf 889 Zähler ein und notierte damit fast auf einem Vierjahrestief. Die Warschauer Börse ging im Einklang mit den weltweiten Börsen mit deutlichen Verlusten aus dem Handel. Der WIG-20 fiel um 8,10 Prozent auf 1992 Zähler.

19.16 Uhr: Der Dow Jones notiert weiterhin im tiefroten Bereich und liegt bei 8159 Punkten. Das ist ein Tagesverlust von 4,9 Prozent.

18.41 Uhr: Der Ölpreis ist am Freitag um 7 Prozent auf zeitweise weniger als 80 Dollar gefallen. Nun hoffen Autofahrer auf sinkende Benzinpreise.

17.37 Uhr: Der Dax schließt bei 4544 Punkten. Damit hat er heute 7 Prozent verloren. Es ist einer der schwächsten Börsentage im Dax in den vergangenen 20 Jahren, wie eine Übersicht zeigt.

17 Uhr: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats der schwer angeschlagenen Hypothekenbank Hypo Real Estate, Kurt Viermetz, tritt zurück. Viermetz habe heute sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats niedergelegt, teilte die HRE mit. Sein Amt werde vorübergehend von seinem bisherigen Stellvertreter Klaus Pohle wahrgenommen. In dieser Woche hatte sich bereits der ehemalige HRE-Chef Georg Funke dem öffentlichen Druck gebeugt und war zurückgetreten.

16.45 Uhr: US-Präsident George W. Bush hat den US-Bürgern versichert, dass der Rettungsplan seiner Regierung für die Finanzmärkte groß genug sei, aber Zeit brauche, um zu greifen. In einer Ansprache im Rosengarten des Weißen Hauses sagte er, seine Regierung unternehme alles, was in ihrer Kraft stehe, um mit dem Problem fertig zu werden. Dazu arbeite sie auch mit ihren Partnern in der Welt zusammen. "Wir stecken hier zusammen drin und wir kommen zusammen hier raus", sagte Bush.

16,35 Uhr: Finanzkrise, anyone? Aktien der Bank of America , von JP Morgan, Wells Fargo und der Citigroup  notieren deutlich im Plus, nachdem sie jeweils im Minus gestartet waren. Einige Marktteilnehmer halten ausgewählte Titel der Finanzbranche offenbar für überverkauft und liefern sich nun ein Kräftemessen mit den Marktteilnehmern, die auf weitere Kursverluste der US-Bankentitel setzen. Das Resultat sind extreme Schwankungen - wie das Tauziehen ausgeht, wird sich erst zur Schlussglocke zeigen. Der Dow Jones  notiert unterdessen wieder rund 3 Prozent im Minus.

16.15 Uhr: Der Dow Jones dreht ins Plus. Noch vor 30 Minuten hatte der Index bei minus 7 Prozent notiert.

Nachdem die ersten Verkaufsorders abgearbeitet ist, schnellt der Index wieder nach oben.

15.49 Uhr: Life is a rollercoaster. Wenige Minuten später erholt sich der Dow Jones auf 8372 Punkte.

15.36 Uhr: Innerhalb von sechs Minuten verliert der Dow Jones knapp 700 Punkte und fällt klar unter die Marke von 8000 Zählern.

15.30 Uhr: Neue Verkaufswelle an der Wall Street. Die Börsen in New York haben am Freitag ihre massiven Vortagesverluste noch ausgeweitet.

14.52 Uhr: Die US-Exporteure haben im August den stärksten Umsatzrückgang seit mehr als vier Jahren verzeichnet. Sie verkauften Waren und Dienstleistungen im Wert von 164,7 Milliarden Dollar ins Ausland und damit zwei Prozent weniger als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Freitag mitteilte. Wegen sinkender Ölpreise und der schwächeren Nachfrage durch die Konjunkturabschwung schrumpften die Importe noch deutlicher. Sie gingen um 2,4 Prozent auf 223,9 Milliarden Dollar zurück.

14.30 Uhr: BMW stoppt Produktion

14.30 Uhr: Weil die Transmissionsriemen von der Finanz- auf die Realwirtschaft heißlaufen, stehen immer mehr Produktionsbänder still. Wegen der Absatzflaute in zahlreichen Automärkten hält BMW (Kurswerte anzeigen) nach Angaben aus Unternehmenskreisen auch im Stammwerk München die Produktion an.

In den bayerischen Herbstferien vom 3. bis 7. November werde die Kernfertigung unterbrochen, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Auch in Regensburg wurden für diesen Zeitraum Ferien angesetzt. Das Leipziger Werk schließt bereits Ende Oktober für eine Woche; wegen des arbeitsfreien Reformationstags fallen dort vier Produktionstage aus.

14.20 Uhr: Nach dem schlimmsten Kurseinbruch seit 21 Jahren hat der Chef der Börse von Tokio die Händler zu mehr Ruhe gemahnt. "Wir möchten, dass alle Investoren und Händler ihre Ruhe bewahren, wenn sie in diesen turbulenten Zeiten ihre Geschäfte machen", sagte Atsushi Saito am Freitag. Der Nikkei hatte bis Börsenschluss 9,62 Prozent verloren. Das war der schlimmste Einbruch seit dem Schwarzen Montag im Oktober 1987 und der drittschlimmste überhaupt seit Bestehen des Nikkei. Die Panik der japanischen Anleger war am Freitag von der Pleite der Versicherung Yamato Life geschürt worden - der ersten japanischen Versicherung, die Opfer der globalen Finanzkrise wurde.

13.49 Uhr: Die britische Bank Barclays prüft eine Reihe von Optionen zur Aufstockung ihres Kernkapitals (Tier 1). Zu den in Erwägung gezogenen Möglichkeiten gehöre auch eine Kapitalerhöhung, teilte das in London ansässige Finanzhaus am Freitag mit.

13.05 Uhr: Japan ist zur Einberufung eines Sondergipfels der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) zur globalen Finanzkrise bereit. Japans Regierungschef Taro Aso sagte am Freitag, er sei bereit einen Krisengipfel einzuberufen, wenn die G7-Finanzminister am Freitag in Washington keine Lösung der weltweiten Probleme fänden. Japan hält derzeit den Vorsitz in dem Gremium.

12.49 Uhr: Die US-Regierung erwägt im Zuge der Finanzkrise einem Zeitungsbericht zufolge eine milliardenschwere Garantie für Bankschulden und zeitweise auch aller Bankeinlagen. Damit wollten die USA die Kreditklemme lockern und auch die massiven Verluste an den Aktienmärkten stoppen, berichtet das "Wall Street Journal" am Freitag. Die zwei Maßnahmen wären dem Bericht zufolge der bisher größte Staatseingriff in das US-Finanzsystem.

12.30 Uhr: Deutschland will in der Finanzmarktkrise weiter einen eigenständigen Kurs fahren und auf Verstaatlichung von Banken vorerst verzichten. Das betonten der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg und der Sprecher von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD), Torsten Albig, am Freitag in Berlin. Kanzlerin Merkel habe sich weder festgelegt, ob weitere Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte notwendig seien, noch - wenn ja - welche dies sein könnten.

12.02 Uhr: Der Dow-Jones-Future steht bei 8343 Punkten. Das entspricht einem Minus von 255 Punkten. Der Dax baut bis zum Mittag seine Verluste aus.

11.49 Uhr: Die russische Wertpapiermarktbehörde hat zur Verhinderung von Kursverlusten infolge der internationalen Finanzkrise den Aktienhandel am Freitag erneut ausgesetzt. Die russischen Börsen RTS und MICEX blieben angesichts der dramatischen Einbrüche an den Börsen in Europa, Asien und den USA "bis auf Weiteres" dicht, entschied die Behörde nach Angaben der Agentur Interfax. Die Pensionsgeschäfte liefen allerdings weiter.

11.32 Uhr: Die schwächere Konjunktur hat die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland erstmals seit dreieinhalb Jahren wieder steigen lassen. Im Juli meldeten 2760 Unternehmen Insolvenz an - das waren 8,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, berichtete das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden.

11.22 Uhr: Die Deutsche Telekom  hat ihre Ziele für 2008 bestätigt. Er sehe zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund, die Ziele zu korrigieren, sagte Vorstandsvorsitzender Rene Obermann am Freitag in Bonn. Der Dax-Konzern rechnet nach früheren Angaben für das laufende Jahr mit einem bereinigten Ebitda von rund 19,3 Milliarden Euro und einem Free Cash-Flow von etwa 6,6 Milliarden Euro.

10.54 Uhr: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat dem Geldmarkt abermals Liquidität in US-Dollar zugeführt. In dem Refinanzierungsgeschäft über vier Tage seien wie geplant 100 Milliarden Dollar in den Interbankenmarkt gelenkt worden, teilte die EZB am Freitag in Frankfurt mit. Am Montag werde die EZB wegen eines Feiertages in den USA kein entsprechendes Geschäft anbieten. Der Durchschnittszins des Tenders lag bei 4,85 (Vortag: 9,44) Prozent.

10.31 Uhr: Vor dem Hintergrund des kräftigen Rückgangs der Ölpreise im Zuge der Finanzkrise denkt die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) über eine Produktionskürzung nach. Bei der außerplanmäßigen Sitzung im November werde über eine Kürzung der Produktion beraten, sagte Katars Ölminister Abdullah Al-Attijah am Freitag.

10.11 Uhr: Anders als an der Börse Wien soll der Handel am deutschen Aktienmarkt nicht unterbrochen werden. "Hier den Handel komplett auszusetzen ist nicht geplant", sagte ein Sprecher der Deutschen Börse am Freitag. "Einzeltitel kann es treffen, aber nicht den gesamten Handel."

Börse Wien setzt Handel aus

09.57 Uhr: Die Wiener Börse setzt den Aktienhandel aus - voraussichtlich bis 12 Uhr.

09.53 Uhr: Die Panik an den globalen Finanzmärkten hat den Goldpreis am Freitag kräftig in die Höhe getrieben. Mit dem neuerlichen Einbruch an den internationalen Aktienmärkten kletterte der Preis für eine Feinunze (etwa 31 Gramm) in der Spitze zeitweise über 930 US-Dollar. Zuletzt kostete eine Feinunze 924,40 Dollar und damit noch rund 12 Dollar mehr als am Vortag.

09.25 Uhr: Die Deutsche Bank  könnte einem Pressebericht zufolge die Fortis Bank Nederland kaufen. Nachdem die niederländische Zentralbank vergangene Woche die Übernahme von Teilen des Firmenkundengeschäfts der niederländischen ABN Amro unterbrochen hatte, könnten die Deutschen stattdessen die Fortis Bank kaufen, berichtete die niederländische Zeitung "Telgraaf" am Freitag ohne Angaben von Quellen. Die Zentralbank unterstütze diese Alternative.

09.16 Uhr: Allianz-Aktien  fallen auf 71 Euro - ein Minus von über 9 Prozent

09.14 Uhr: Die Aktie der Deutschen Bank  verliert zum Start über 10 Prozent und fällt auf 33,30 Euro.

09.08 Uhr: Fresenius-Aktien  verlieren zum Start über 23 Prozent.

09.03 Uhr: Hypo Real Estate  startet mit minus 13,15 Prozent auf 3,83 Euro.

09.00 Uhr: Die Talfahrt beginnt. Der Dax  startet mit minus 10 Prozent.

08.52 Uhr: Japans größte Bank Mitsubishi UFJ Financial (MUFG) will den geplanten Einstieg bei der US-Bank Morgan Stanley nächste Woche abschließen. An der Aufstockung der Anteile am US-Institut auf 21 Prozent werde ungeachtet des Einbruchs der Morgan-Stanley-Aktie festgehalten, erklärte ein Firmensprecher am Freitag. Die Papiere der früheren US-Investmentbank hatten in den vergangnen drei Tagen die Hälfte ihres Wertes verloren, weil Händler einen Rückzug von MUFG befürchteten.

08.15 Uhr: Der Nikkei-Index der Börse Tokio schließt bei 8276 Punkten. Das entspricht einem Minus von 881 Punkten (minus 9,62 Prozent).

07.49 Uhr: Kursstürze an den Aktienmärkten in den USA und in Japan haben den Euro am Freitag bis an die Marke von 1,35 US- Dollar gedrückt. Im frühen Handel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,3534 Dollar. Ein Dollar war 0,7386 Euro wert. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,3682 (Mittwoch: 1,3731) Dollar festgesetzt.

07.18 Uhr: Der deutsche Aktienmarkt dürfte nach erdrutschartigen Verlusten an den Weltbörsen am Freitag zur Eröffnung seine Abwärtsdynamik massiv verstärken. Finspreads taxierte den Dax  am Morgen um 6,79 Prozent schwächer bei 4555 Punkten. "Wer jetzt noch Positionen besitzt, dürfte mit diesen Vorgaben in Panik verfallen und zu jedem Kurs versuchen, aus dem Markt zu kommen", sagte ein Börsianer.

07.11 Uhr: Die Angst vor einer globalen Rezession hat den Ölpreis am Freitag auf ein neues Jahrestief gedrückt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West-Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November kostete im frühen Handel 82,41 US-Dollar und damit 4,18 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um 3,71 Dollar auf 78,95 Dollar.

Freitag, 06.50 Uhr: Die Börse in Tokio ist am Freitag in Folge der schweren Vortagesverluste an der Wall Street eingebrochen. Der Nikkei-Index brach zur Halbzeit um mehr als 10 Prozent ein.

Die japanische Zentralbank griff erneut ein, um für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen. Die Bank of Japan pumpte erneut mehr als 25 Milliarden Euro in den Markt. Unterdessen ist mit der Lebensversicherungsgesellschaft erstmals ein Finanzinstitut als direkte Folge der US-Hypothekenkrise untergegangen.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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