Dienstag, 20. August 2019

Krisenticker Dow Jones kollabiert zum Handelsschluss

5. Teil: 08.57 Uhr: Fast Market an Deutschlands Börse

08.57 Uhr: Deutsche Börse - Fast Market im Xetra-Handel ab sofort.

08.36 Uhr: Die britische Regierung kündigt einen Rettungsplan für Banken in Höhe von 200 Milliarden Pfund an. Zudem kündigte die Regierung an, Finanzspritzen in Höhe bis zu 50 Milliarden Pfund für die acht größten britischen Banken bereitzustellen.

Krisenwährung Gold: "Die Anfrage übersteigt bei weitem unsere Kapazitäten"
08.35 Uhr: Die italienische Großbank Unicredit streicht Zeitungsberichten zufolge wegen der Finanzmarktkrise jede fünfte Stelle im Investmentbanking. 700 von bislang 3500 Arbeitsplätzen sollen im kommenden Jahr wegfallen, schreiben "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgaben) unter Berufung auf Unternehmenskreise.

08.13 Uhr: Stark belastet von den Kurseinbrüchen an den Weltbörsen wird auch der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch voraussichtlich sehr schwach eröffnen. Der XDax, der auf Basis des Dax-Futures den außerbörslichen Stand des deutschen Leitindex zeigt, lag um kurz nach 8.00 Uhr bei 5116 Punkten und damit rund 4 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag.

07.53 Uhr: Angesichts der Finanzkrise suchen immer mehr private Anleger Sicherheit beim Gold. Wie die "Berliner Zeitung" (Mittwochausgabe) berichtet, werden Goldmünzen- und -barren in Deutschland zunehmend knapp, Händler nehmen schon keine Bestellungen mehr entgegen. "Die Anfrage übersteigt bei weitem unsere Kapazitäten", sagte der Leiter der Berliner Filiale des Edelmetall-Händlers Pro Aurum, Heiko Ganß, der Zeitung. Das gleiche Phänomen sei bundesweit bei Banken und Goldlieferanten zu beobachten. "Die Nachfrage kann momentan nicht mehr befriedigt werden", sagte ein Händler der Düsseldorfer WGZ-Bank.

07.35 Uhr: Die indonesische Börse hat am Mittwoch nach einem Einbruch von mehr als zehn Prozent den Handel ausgesetzt. "Diese Maßnahme soll einem weiteren Sturz der Aktienkurse vorbeugen und den Markt beruhigen", zitierte der seriöse Online-Nachrichtendienst Detik-com den Handelsdirektor der Börse, MS Sembiring. Der Indonesian Composite Index hatte bis dahin 10,38 Prozent auf 1 451 Punkte verloren. Besonders unter Druck waren die Aktien von Rohstoffkonzernen.

Unter Druck: Der Ölpreis fällt infolge von Zukunftssorgen
07.30 Uhr: Die Sorge vor einer Nachfrageschwäche wegen der anhaltenden Finanzkrise hat die Ölpreise am Mittwoch weiter unter Druck gesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West-Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im November kostete am Morgen 88,89 Dollar und damit 1,17 Dollar weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent ging um 1,07 Dollar auf 83,59 Dollar zurück.

06.47 Uhr: Dramatische Talfahrt an Tokios Börse: Der 225 Werte umfassende Nikkei hat am Mittwochnachmittag (Ortszeit) weiter massiv an Boden verloren. Um 13.37 Uhr Ortszeit notierte das fernöstliche Börsenbarometer einen Verlust von 640,01 Punkten oder 6,30 Prozent beim Stand von 9515,89 Punkten. Es ist das erste Mal seit August 2003, dass der Nikkei unter die Marke von 9600 Punkten gefallen ist.

Tokio: Das erste Mal seit August 2003 fiel der Nikkei unter die Marke von 9600 Punkten
Mittwoch, 04.47 Uhr: Angesichts der Folgen der Finanzkrise hat die japanische Zentralbank am Mittwoch erneut eingegriffen, um für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen. Am 16. Handelstag in Folge pumpte die Bank of Japan erneut 1,5 Billion Yen (10,8 Milliarden Euro) in den Markt. Auf diese Weise versucht die Zentralbank die Kosten für kurzfristige Kredite im Interbankengeschäft zu drücken, um die Banken dazu zu bewegen, sich gegenseitig mehr Mittel zu leihen. Die von den Geldhäusern erhobenen Kosten sind gestiegen, weil das Vertrauen der Institute als Folge der globalen Finanzkrise stark angeschlagen ist.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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