Dienstag, 18. Juni 2019

Krisenticker Gewinn der Bank of America bricht ein

4. Teil: 12 Uhr: Der Papst meldet sich zu Wort

12.49 Uhr: Im Übernahmekampf um die viertgrößte US-Bank Wachovia Börsen-Chart zeigen steht US-Medien zufolge als Kompromiss eine Zerschlagung des Instituts zur Diskussion. Die beiden Kaufinteressenten Citigroup Börsen-Chart zeigen und Wells Fargo verhandelten über eine Aufteilung der Bank, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag. Die US-Notenbank dringe auf eine rasche Einigung.

Unsichere Zukunft: Die viertgrößte US-Bank Wachovia könnte aufgespalten werden
Wachovia war im Zuge der Kreditkrise wegen Milliardenverlusten massiv unter Druck geraten. Die Citigroup hatte vor einer Woche unterstützt von den Behörden den Kauf weiter Teile der Bank für 2,2 Milliarden Dollar angekündigt. Am Freitag gab dann überraschend Wells Fargo gemeinsam mit Wachovia die Komplettübernahme per Aktientausch im weit höheren Wert von rund 15 Milliarden Dollar bekannt.

12.01 Uhr: Die jüngste Finanzkrise wird nach Ansicht des Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn in zahlreichen Ländern das Wachstum bremsen. "Die Krise hat starke indirekte Folgen, das Wachstum wird sich in vielen Ländern verlangsamen", sagte Strauss-Kahn am Rande eines EU-Forums zu den europäischen Beziehungen zu Lateinamerika am Montag in Paris. Als Beispiele nannte er China und Brasilien. Das Preisniveau werde sich weltweit stabilisieren, aber weiterhin höher sein als vor der Krise, fügte er hinzu.

11.49 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das weitere Rettungspaket für den angeschlagenen Baufinanzierer Hypo Real Estate (HRE) als alternativlos verteidigt. Es sei gelungen, eine wichtige Bank zu stabilisieren, und dies sei ohne Alternative gewesen, sagte Merkel am Montag bei der Bundesdelegiertenversammlung der Senioren-Union in Wiesbaden. Ansonsten hätte es eine Reaktion gegeben, die nicht zu verantworten gewesen wäre. Sie habe am Sonntag zudem "sehr bewusst" ein Signal an die Sparer gesetzt und diesen gesagt, dass ihre Einlagen sicher seien. Es werde jetzt Vertrauen gebraucht.

Papst Benedikt XVI.: "Wer das Haus seines eigenen Lebens nur auf sichtbare und materielle Dinge - wie Erfolg, Karriere und Geld - aufbaut, der baut auf Sand"
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Papst Benedikt XVI.: "Wer das Haus seines eigenen Lebens nur auf sichtbare und materielle Dinge - wie Erfolg, Karriere und Geld - aufbaut, der baut auf Sand"
11.27 Uhr: Jetzt hat auch Papst Benedikt XVI. Stellung zur internationalen Finanzkrise genommen und darauf verwiesen, dass es Werte gebe, die wesentlich wichtiger als Geld seien: "Wir sehen jetzt durch den Zusammenbruch der großen Banken, dass Geld einfach verschwindet, dass es nichts bedeutet, und dass alle Dinge, die uns so wichtig erscheinen, in Wirklichkeit zweitrangig sind", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Montag bei der Bischofssynode in Rom.

"Wer das Haus seines eigenen Lebens nur auf sichtbare und materielle Dinge - wie Erfolg, Karriere und Geld - aufbaut, der baut auf Sand", erklärte Benedikt weiter. Nur das Wort Gottes sei die einzig dauerhafte Realität, fügte er hinzu.

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