Mittwoch, 26. Juni 2019

Krisenticker Gewinn der Bank of America bricht ein

2. Teil: 19 Uhr: Ermittlungen gegen die KfW

19.29 Uhr: Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main untersucht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" intensiv die Pannen bei der Staatsbank KfW. Gut 30 Bürger hätten gegen die staatliche Bank Anzeige erstattet, berichtet das Blatt in seiner Dienstagausgabe. Die Kfw hatte kurz vor der Pleite des US-Finanzinstituts Lehman Brothers Börsen-Chart zeigen noch 319 Millionen Euro an dasselbige überwiesen. Die Staatsanwaltschaft werte Revisions- und Wirtschaftsprüfberichte aus.

Ziel von Ermittlungen: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main untersucht die Überweisung der KfW an die Pleitebank Lehman Brothers
Darüber hinaus sei ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts der Untreue gegen den gesamten KfW-Vorstand einschließlich des neuen Bankchefs Ulrich Schröder und seiner Vorgängerin Ingrid Mätthaus-Meier eingeleitet worden.

19.07 Uhr: Im Tauziehen um die viertgrößte US-Bank Wachovia Börsen-Chart zeigen fordert der US-Finanzkonzern Citigroup Börsen-Chart zeigen bei einem Scheitern der bereits angekündigten Übernahme Schadensersatz und Strafzahlungen von 60 Milliarden Dollar. Eine entsprechende Klage sei schon eingereicht, teilte die Citigroup am Montag in New York mit. Die durch die Kreditkrise angeschlagene Wachovia hatte den Kauf durch Citigroup am vergangenen Freitag überraschend abgesagt. Die Bank verkündete stattdessen mit der US-Großbank Wells Fargo einen Kauf zu einem weit höheren Preis. Wells Fargo will Wachovia über einen Aktientausch im Wert von rund 15 Milliarden Dollar übernehmen.

Panik in Sao Paulo: Der Handel wurde zum zweiten Mal unterbrochen
17.55 Uhr: Die Kurse an den wichtigsten Börsen Lateinamerikas sind am Montag angesichts der Panik von Anlegern in den Keller gestürzt. Nachdem der Bovespa-Index im brasilianischen São Paulo um 15,06 Prozent kollabierte, wurde der Handel um 11.44 Uhr Ortszeit zum zweiten Mal für eine weitere Stunde ausgesetzt. Auch die Börsen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires und in Mexiko- Stadt fielen zeitweise um rund zehn Prozent. In allen drei Ländern stieg der Kurs des US-Dollar rapide. Händler sprachen am größten Aktienmarkt Lateinamerikas in São Paulo von Panikverkäufen.

17.25 Uhr: Der Softwarekonzern SAP Börsen-Chart zeigen hat die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise zu spüren bekommen und einen deutlichen Nachfragerückgang verzeichnet. Die Entwicklung an den Finanzmärkten habe unmittelbar vor Ende des dritten Quartals zu einem "abrupten und unerwarteten Abschwung unseres Geschäfts" geführt, teilte SAP am Montag mit. Die jüngsten Geschäftszahlen lägen daher unter den Erwartungen.

16.39 Uhr: Alle 27 EU-Staaten wollen im eigenen Land Maßnahmen ergreifen, um die Stabilität des jeweiligen Bankensystems zu gewährleisten. Sie folgten damit am Montag der Erklärung der vier großen EU-Staaten vom Samstagabend. Jeder werde das Notwendige tun, sei es durch Zufluss von Liquidität aus den Zentralbanken, durch gezielte Maßnahmen für bestimmte Banken oder durch stärkeren Einlagenschutz, erklärte der französische Ratspräsident Nicolas Sarkozy in Paris.

"Kein Einleger bei den Banken unserer Länder hat Verluste erlitten und wir werden weiterhin Maßnahmen ergreifen, um das System und die Einleger zu schützen", hieß es. Die 27 EU-Staaten bekräftigten die "Notwendigkeit einer engen Koordination und Zusammenarbeit". "Angesichts der Krise war Europas Einigkeit notwendig", sagte Sarkozy. "Das ist jetzt erreicht."

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