Fortis BNP Paribas steigt ein

Die französische Bank BNP Paribas hat einen Anteil von 75 Prozent an der in Schwierigkeiten geratenen Bank Fortis in Belgien erworben. BNP Paribas kaufte am Sonntag auch 66 Prozent der Fortis-Bank in Luxemburg. Dies bestätigten die Regierungen beider Länder in der Nacht zum Montag.

Brüssel - Die französische Bank BNP Paribas  steigt in großem Stil bei dem angeschlagenen Finanzkonzern Fortis ein. Die Franzosen kauften einen 75-prozentigen Anteil an Fortis in Belgien, teilten Ministerpräsident Yves Leterme und BNP-Chef Baudouin Prot am späten Sonntagabend mit.

Im Gegenzug erhält Belgien einen 11,7-prozentigen Anteil an BNP durch die Ausgabe neuer Aktien im Wert von 8,25 Milliarden Euro. BNP erwirbt zudem 66 Prozent an Fortis in Luxemburg.

Die Vereinbarung sende eine "starke Botschaft des Vertrauens" in Fortis aus, sagte Prot. Fortis verfüge über eine hervorragende Geschäftsgrundlage. Leterme sagte, die Maßnahmen stimmten mit der Politik Belgiens überein, sich sowohl um die Sparer und Kunden von Fortis zu kümmern als auch die Beschäftigung innerhalb der Fortis-Gruppe zu sichern.

Die Niederlande waren am Freitag aus einer gemeinsamen Rettungsallianz für den Mehrländer-Konzern ausgeschert und hatten die Fortis-Banken- und Versicherungsgeschäfte in den Niederlanden ganz gekauft. Dies setzte die Regierungen Belgiens und Luxemburgs unter Druck, ebenfalls eine Lösung zu finden.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx

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