Air France-KLM Alitalia leicht im Aufwind

Nachdem die Gewerkschaften den Weg zu einer Sanierung freigemacht haben, kommt Bewegung in die Verhandlungen um die Pleitegesellschaft Alitalia. Nun könnten auch Teile der Fluglinie an Air France-KLM verkauft werden.

Rom/London - Der Chef von Air France-KLM  hat Kreisen zufolge mit der Investorengruppe CAI über eine Beteiligung an der angeschlagenen Alitalia  verhandelt. Air-France-Vormann Cyril Spinetta habe dabei "starkes Interesse" signalisiert und sei zu weitgehenden Zugeständnissen bereit gewesen, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person. So habe Spinetta zugesagt, die Entscheidungen des Konsortiums bezüglich Drehkreuzen und Flugnetzen zu unterstützen, solange das Projekt profitabel sei.

Am Montag hatten die letzten zwei verbliebenen Gewerkschaften einem Rettungsplan für Alitalia zugestimmt und so die größte Hürde für einen Verkauf der Gesellschaft an die Investorengruppe CAI ausgeräumt. Dem Plan zufolge sollen die gesunden Teile von Alitalia nach der Übernahme mit dem Konkurrenten Air One zusammengeführt werden. Um langfristig zu überleben, braucht die Fluggesellschaft jedoch auch einen ausländischen Partner. Neben Air France-KLM hat auch die deutsche Lufthansa  bereits Interesse an einer neuen Alitalia gezeigt.

Kreisen zufolge könnte indes auch British Airways  an einer sanierten Alitalia interessiert sein. Im Falle einer erfolgreichen Rettung der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft seien für die Briten etwa strategische Geschäftsbeziehungen denkbar, sagte eine British Airways nahestehende Person am Mittwoch. Eine Sprecherin von British Airways wollte sich zu künftigen Optionen nicht äußern, erklärte jedoch, das Unternehmen sei derzeit nicht an Teilen von Alitalia interessiert.

Unterdessen teilte Alitalia mit, Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi habe bis zum Ablauf einer entsprechenden Frist am 30. September nur von der CAI-Gruppe ein Gebot für das gesamte operative Geschäft der Fluggesellschaft erhalten. Es seien jedoch auch Interessensbekundungen für einzelne Geschäftsteile eingegangen, erklärte Alitalia weiter.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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