Karmann Niedersachsen sagt Hilfen zu

Das Land Niedersachsen hat den Mitarbeitern des angeschlagenen Autozulieferers Karmann angesichts drohender Entlassungen finanzielle Unterstützung zugesagt.

Hannover - Das Land wolle die Einrichtung von Transfergesellschaften für die Belegschaft des Osnabrücker Unternehmens mit Geldern aus dem Globalisierungsfonds der EU bezuschussen, erklärte der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Dienstag in Hannover.

Das Land habe zur Klärung der Finanzierung bereits Kontakt mit der Bundesregierung und der Europäischen Kommission aufgenommen. Nun müssten sich Karmann und die Vertreter der Arbeitnehmerseite noch über die Einzelheiten zur Ausgestaltung der Transfergesellschaften verständigen.

Karmann hatte vor gut zwei Wochen angekündigt, dass durch den bevorstehenden Konzernumbau bis zu 1725 Arbeitsplätze wegfallen könnten. Das Unternehmen will sich angesichts der schwachen Auftragslage aus dem Fahrzeugbau zurückziehen und sich auf die Bereiche Fahrzeugentwicklung und Cabrio-Dachsystem konzentrieren. Das Unternehmen verhandelt derzeit mit Vertretern der Belegschaft über einen Sozialplan. Eine Einigung soll bis Ende des Jahres erzielt werden.

Karmann hatte bereits in der Vergangenheit Stellen abgebaut. Das Unternehmen ist seit über 100 Jahren im Familienbesitz, wuchs ab Mitte der 50er Jahre vor allem durch den Bau des Sportwagens Karmann Ghia auf der Basis des VW Käfers.

manager-magazin.de mit Material von afp

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