Bankenkrise Bush will neuen Rettungsversuch starten

US-Präsident George W. Bush hat in einer TV-Ansprache eine rasche Bekämpfung der Finanzkrise gefordert. Das Scheitern des Rettungspakets sei nicht das Ende des gesetzlichen Prozesses, sagte Bush, der tags zuvor von seiner eigenen Partei blamiert worden war.

Hamburg - "Ich bin sehr enttäuscht." Das waren die ersten Worte des US-Präsidenten in seiner nur wenige Minuten dauernden Ansprache.

Eindringlich warb Bush dafür, dass sich die Politik in die Lösung der Finanzmarktkrise einschalten müsse. "Wir müssen weiterhin kreditfähig sein und die amerikanische Wirtschaft muss wieder auf die Beine kommen." Es sei ein sehr kritischer Augenblick für die amerikanische Wirtschaft, erklärte er weiter und warnte: "Die Konsequenzen werden immer schlimmer werden, wenn wir nichts tun."

Im Kongress will Bush weiter für den Rettungsplan werben. Das Weiße Haus werde sich erneut mit beiden Parteien im Kongress zusammensetzen, um eine rasche Verabschiedung des Plans zu ermöglichen. "Das ist nicht das Ende des gesetzlichen Prozesses", kommentierte der US-Präsident die Ablehnung des Plans im Kongress. Den Bürgern versprach er, dass die Investitionen, die der Plan jetzt vorsehe, wieder zurückbezahlt würden. "Die Wirtschaft hängt von Entscheidungen in der Politik ab."

Die US-Abgeordneten hatten am Montag das Rettungspaket für die Wall Street im Kongress scheitern lassen und damit den Schwarzen Montag an der Wall Street ausgelöst.

Für Präsident Bush und seinen Finanzminister Henry Paulson war die Entscheidung des Kongresses eine bittere Blamage. 133 Republikaner und 95 Demokraten stimmten gegen das kontroverse, bei vielen Wählern unpopuläre, doch von der Wall Street herbeigebetete Gesetzespaket.

manager-magazin.de

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