Boeing Dreamliner träumt vom Ende des Streiks

Erst fertigstreiken, dann Termine machen: Der Ausstand von 27.000 Mechanikern belastet Boeing. Die Lieferpläne für japanische Airlines sind schon jetzt Makulatur. Und es ist derzeit unmöglich, neue Lieferzeiten zu veranschlagen.

Tokio - Der US-Flugzeughersteller Boeing  muss mit weiteren Lieferverzögerungen für sein Modell 787 Dreamliner rechnen. Wie der Luftfahrtkonzern am Dienstag mitteilte, soll der 787-Auslieferungsplan nach Japan bei einem Ende des derzeitigen Streiks überprüft werden.

Seit dem 6. September befinden sich 27.000 Boeing-Mechaniker im Ausstand, dessen Ende nicht in Sicht ist. Nachdem erste Verhandlungsrunden zwischen Konzern und Gewerkschaft ergebnislos geblieben sind, wurden keine neuen Gespräche terminiert. Analysten schätzen den täglichen Umsatzausfall durch den Streik auf rund 100 Millionen US-Dollar.

Vor wenigen Tagen hatten die japanischen Boeing-Kunden bereits mehrmonatige Lieferverzögerungen bekanntgegeben. Die Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL), die 50 Maschinen dieses Typs bestellt hat, rechnet mit einer um 15 Monate verspäteten Auslieferung des ersten Fliegers.

Der Wettbewerber All Nippon Airways (ANA) - mit einem Bestellvolumen von 35 Flugzeugen plus Option auf weitere 20 - erwartet eine ähnlich verzögerte Lieferung. Beide Fluglinien haben jedoch angekündigt, an ihrem jeweiligen Bestellvolumen festhalten zu wollen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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