Hapag-Lloyd Hamburger Konsortium outet sich

Wie erwartet hat die Hamburger Investorengruppe am Freitag ein verbindliches Angebot für die Übernahme der Reederei Hapag-Lloyd vorgelegt. Zu dem Konsortium gehören zahlreiche bekannte Unternehmen, darunter auch zwei Versicherungen.

Hamburg - Das Hamburger Konsortium zur Übernahme der Traditionsreederei Hapag-Lloyd hat dem Reisekonzern Tui  ein verbindliches Kaufangebot unterbreitet. Zu den Investoren zählen neben dem Logistikunternehmer Klaus-Michael Kühne und dem Bankier Christian Olearius die Hanse Merkur Versicherungsgruppe, die Signal Iduna Versicherung, die HSH Nordbank und die Stadt Hamburg über die HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement.

Zur Höhe des Angebots machte das Konsortium keine Angaben. "Ein steiniger Weg liegt hinter uns. Unter schwierigen Umfeldbedingungen haben wir heute der Tui ein gutes Angebot unterbreitet. Damit ist ein wichtiges Ziel erreicht", sagte Olearius. "Jetzt kommt es ganz auf die Entscheidung der Tui an. Die 'Albert Ballin GmbH & Co. KG'* steht bereit, Hapag-Lloyd auf einen guten Kurs in den Heimathafen Hamburg zu steuern", so der frühere Senator Wolfgang Peiner.

Die in Singapur ansässige Reederei Neptune Orient Lines (NOL)  hat ebenfalls eine Offerte für Hapag-Lloyd angekündigt. Dazu wolle man sich am Montag äußern, hieß es von Seiten des Mitbewerbers.

Tui will bis Mitte Oktober über den Zuschlag entscheiden. Das sagte ein Firmensprecher am Freitag in Hannover. "Wir haben verbindliche Angebote für Hapag-Lloyd erhalten", sagte er. Nun würden diese von Tui und Investmentbanken analysiert. Kreisen zufolge will der hannoversche Reisekonzern Hapag-Lloyd nur verkaufen, wenn dafür mehr als vier Milliarden Euro geboten werden. Das Hamburger Konsortium galt bisher als weniger finanzkräftig als der Bieterrivale aus Asien.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters

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