Postbank Appel weist Stellenabbau zurück

Der Betriebsrat der Postbank hat aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre gelernt: Zwar würden Transaktionen wie nun der Einstieg der Deutschen Bank immer als stellenfreundlich angekündigt, doch stimme das hinterher meist nicht. Das will Post-Chef Frank Appel nicht für seinen Deal gelten lassen.

Frankfurt/Main Der Betriebsrat der Postbank  befürchtet nach dem Einstieg der Deutschen Bank  den Abbau von Arbeitsplätzen. "Am Anfang heißt es in solchen Fällen oft, es ändere sich nichts, und doch werden parallel schon Sparprogramme aufgelegt", sagte der Betriebsratsvorsitzende Torsten Schulte der Zeitung "Die Welt".

"Wir sind enttäuscht, dass eine solche Transaktion erneut gegen den Willen der Arbeitnehmer zustande kommt", zitierte das Blatt Schulte.

Post-Vorstandschef Frank Appel sagte dagegen in einem Interview des Nachrichtenmagazins "Spiegel", Ängste vor einem Abbau von Arbeitsplätzen halte er für unbegründet. "Wir haben bisher nur einen neuen Großaktionär, und der sagt, wie wir ganz klar, dass es keine Filialschließungen und keinen Arbeitsplatzabbau gibt, sondern dass eine Zwei-Marken-Strategie fortgeführt wird", sagte Appel.

In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" verteidigte Appel die Trennung von der Postbank. "Wir sind ein Brief- und Logistikunternehmen und keine Bank", sagte der Post-Chef. "Wir haben einen fundamentalen Schwenk in der Strategie vollzogen", zitierte ihn das Blatt weiter.

manager-magazin.de mit material von ap

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