Freitag, 19. Juli 2019

Coba/Dresdner Fusionskarussell drehte sich schon oft

Mit Fusionsversuchen kennen sich Dresdner Bank und Commerzbank aus. Im Jahr 2000 wollten die beiden Institute schon einmal fusionieren - doch der Deal platzte. In den vergangenen zehn Jahren haben beide Häuser mehrfach Anlauf genommen, sich mit anderen Finanzhäusern zusammen zu tun - teils erfolgreich. Eine Übersicht.

August 1999: Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen und Dresdner Bank planen eine Kooperation im Privatkundengeschäft.

Auf ein Neues: Deutsche Großbanken haben in den vergangenen Jahren mehrfach Anläufe zu einer Fusion unternommen - auch die Dresdner Bank und die Commerzbank hatten es bereits einmal versucht.
Oktober 1999: Deutsche und Dresdner Bank teilen mit, die Gespräche über die Zusammenarbeit seien gescheitert.

08. März 2000: Trotz der gescheiterten Gespräche im Vorjahr unternehmen die beiden Institute einen neuen Versuch, dieses Mal gehen sie aufs Ganze: Die beiden Häuser planen die Vollfusion.

05. April 2000: Die Fusionspläne der beiden Frankfurter Großbanken sind geplatzt. Die Dresdner attestiert der Verhandlungspartnerin, sie habe "durch ihr Verhalten der geplanten Fusion die Vertrauensbasis entzogen". Ein Zankapfel war die Investmenttochter Dresdner Bank Kleinwort Benson.

20. Mai 2000: Die CoBRa-Beteiligungsgesellschaft hält 17 Prozent an der Commerzbank Börsen-Chart zeigen. CoBRa gehört der niederländischen Finanzholding Rebon B.V.. In dieser Holding habend er die Investoren Clemens Vedder und Klaus-Peter Schneidewind ihre Interessen gebündelt.

04. Juni 2000: Die CoBRa-Geschäftsführung fordert, die Commerzbank solle sich "neu aufstellen". In der Folgezeit gibt es immer neue Auseinandersetzungen mit dem Großinvestor.

Juni/Juli 2000: Jetzt spricht die Dresdner Bank mit der Commerzbank über einen Zusammenschluss. Der Commerzbank droht in dieser Zeit angeblich die Zerschlagung durch eine Gruppe südeuropäischer Banken.

14. Juli 2000: Dresdner und Commerzbank sind sich angeblich so gut wie einig - aber es stehen noch Verhandlungen mit den Aktionären Allianz und Generali Börsen-Chart zeigen aus, verlautet aus Bankenkreisen.

26. Juli 2000: Die Verhandlungen zwischen Dresdner und Commerzbank platzen. Bewertungsfragen seien der Grund, erklärt damals die Dresdner Bank. Unter der Hand heißt es: Der Dresdner-Bank-Großaktionär Allianz wollte die Vermögensverwaltung für sich reklamieren, diese Hürde konnte bei den Fusionsverhandlungen nicht genommen werden.

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