Austrian Airlines Lufthansa bietet mit

Die Lufthansa will sich an der angeschlagenen Fluglinie Austrian Airlines beteiligen. Zwar sind die Deutschen nicht der einzige Interessent - sie sollen aber gute Chancen haben, heißt es.

Frankfurt - Die Deutsche Lufthansa  steigt in den Bieterwettstreit um die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA)  ein. Lufthansa habe offiziell ihr Interesse an einer Beteiligung an dem Unternehmen bekundet, sagte ein Sprecher der deutschen Airline.

Bieter hatten bis Sonntag Zeit, mit einem Schreiben an die Investmentbank Merrill Lynch die Verkaufsunterlagen anzufordern. Der österreichische Staat sucht einen Käufer für die AUA. Das Unternehmen war wie viele Konkurrenten durch stark gestiegene Treibstoffkosten in Bedrängnis gekommen.

Auch Russlands zweitgrößte Fluggesellschaft S7 hat Interesse an der AUA bekundet. "Wir prüfen, ob wir an dem Bieterprozess teilnehmen können", sagte die Sprecherin der früheren Airline Sibir, Irina Kolesnikowa, am Montag. "Für uns wäre dies für die Unternehmensentwicklung als auch aus internationaler Sicht interessant." Russlands Nummer Eins, Aeroflot , hatte zunächst auch Interesse gezeigt, dann aber wieder Abstand genommen. Die Risiken überwögen die Vorteile, hieß es zur Begründung.

Neben der Lufthansa werden unter anderen der größere Konkurrent Air France-KLM  und Turkish Airlines als mögliche Bieter gehandelt. Nach Erhalt der Unterlagen werden die Interessenten aufgefordert, erste unverbindliche Angebote abzugeben.

Kreisen zufolge bevorzugt der Aufsichtsrat der AUA den Star-Alliance-Partner Lufthansa. Diese dürfte - zumindest langfristig - an einer vollständigen Übernahme der österreichischen Fluggesellschaft interessiert sein. Nach den Vorstellungen der Regierung in Wien sollen zunächst jedoch 25 Prozent in der Hand österreichischer Investoren bleiben.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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