Egana Goldpfeil Insolvenz angemeldet

Der schwer angeschlagene Luxusartikelhersteller Egana Goldpfeil hat für den europäischen Teil seines Geschäfts Insolvenz angemeldet. Die 2000 Jobs in Deutschland sollen aber angeblich weitgehend erhalten bleiben.

Offenbach - Die drohende Zahlungsunfähigkeit sei auf Problememit chinesischen Zoll- und Steuerangelegenheitenzurückzuführen, teilte Egana Goldpfeil  am Donnerstag am Stammsitz in Offenbach mit. Die bereits begonnene umfassende Restrukturierung unter Einbindung des Hongkonger Großinvestors Lifestyle International Holdings solle fortgesetzt werden. Die Insolvenz betreffe die europäische Holding.

Die Arbeitsplätze sollten weitgehend erhalten bleiben, erklärte das Unternehmen in einer Mitteilung. Egana Goldpfeil beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit 7000 Mitarbeiter, davon 2000 in Deutschland. Der Geschäftsbetrieb werde ohne Unterbrechung fortgesetzt.

Die Gruppe verfüge über ein Vielzahl bekannter Marken und Lizenzen, unter denen Uhren, Schuhe, Lederwaren und Schmuck hergestellt werden.

Mit weiteren Folgeinsolvenzen innerhalb der Egana Goldpfeil Gruppe sei nur eingeschränkt zu rechnen. Zum Insolvenzverwalter bestimmte das Amtsgericht Offenbach den Rechtsanwalt Ottmar Hermann.

Im Herbst vergangenen Monats hatte der Hongkonger Kaufhauskonzern Lifestyle International Egana einen Notfallkredit gewährt und im Gegenzug fast 30 Prozent des Aktienkapitals erhalten

Der Gründer der Luxusholding, Hans-Jörg Seeberger, der Marken wie Salamander, Junghans und Dugena kontrollierte und für Esprit und Puma fertigen ließ, war im vergangenen Herbst gestorben.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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