General Electric "Haben viel aufzuholen"

General Electric ist in der Energietechnik zu stark auf Amerika fixiert, findet Bob Gilligan, der Leiter der Sparte. Darum will er die Konkurrenten Siemens und ABB nun verstärkt in China, Indien und Russland attackieren.

Los Angeles - Der US-Mischkonzern General Electric  will seinen Rivalen Siemens  und ABB  im Energiegeschäft in Wachstumsmärkten stärker Konkurrenz machen. Besonders in China, Indien und Russland wolle General Electric mit seinem Bereich Energieübertragung und -verteilung auch durch Zukäufe wachsen, sagte der Vize-Präsident der Sparte, Bob Gilligan, am Donnerstag in einem Interview.

Bisher erziele die Sparte 80 Prozent ihrer Umsätze in Nordamerika. Mit Blick auf das China-Geschäft sagte der Manager: "Wir haben viel aufzuholen." Zwar werde GE in dem asiatischen Land mit Verspätung aktiv, aber "es gibt immer noch sehr große Teile der Bevölkerung, die nur sehr begrenzten Zugang zur Stromversorgung haben."

Nach Gilligans Worten will GE den weltweiten Umsatz seines Bereichs Energieübertragung und -verteilung in den kommenden fünf Jahren auf fünf Milliarden Dollar von derzeit rund zwei Milliarden steigern. Dazu werde der Konzern viel investieren und vor allem Technologie-Firmen zukaufen, die ihm bei der Modernisierung der weltweiten Stromnetze helfen könnten.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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