Neue Struktur Commerzbank baut Filialnetz um

Die Commerzbank will das Geschäft mit vermögenden Kunden von jenem mit Privat- und Geschäftskunden lösen. Zu diesem Zweck soll auch das Filialnetz der Bank neu geordnet werden. Ein Hinweis auf eine bevorstehende Fusion mit der Dresdner Bank?

Frankfurt am Main - Die Commerzbank  strukturiert ihr Filialnetz um. Dabei sollen die Aktivitäten für besonders vermögende Kunden von den übrigen getrennt werden, wie die Bank am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Ein Personalabbau sei aber ebenso wenig geplant wie die Schließung einzelner der 820 Filialen, erklärte ein Sprecher.

Die neue Struktur stehe nicht im Zusammenhang mit einer angeblichen Fusion mit der Allianz-Tochter Dresdner Bank, wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Arbeitnehmerkreise berichtet hatte. Sie diene lediglich der besseren Organisation des schnell wachsenden Geschäfts mit nunmehr über sechs Millionen Kunden.

Diese würden von den Änderungen in der Ablauforganisation nichts bemerken. "Mit der neuen Struktur verstärken wir nachhaltig die Wachstumsdynamik beider Kundensegmente", sagte der verantwortliche Commerzbank-Vorstand Achim Kassow laut einer Mitteilung.

Die Commerzbank will für die vermögenden Kunden fünf Gebietsfilialen im Geschäftsfeld "Wealth Management" benennen. Nach Angaben des Sprechers sollen sie dort angesiedelt werden, wo es eine Nachfrage gebe. Das bislang in 20 Gebietsfilialen aufgeteilte Privat- und Geschäftskundensegment soll in zehn Einheiten neu organisiert werden.

Es sei durchaus möglich, dass Gebietsfilialen an einem Standort auch beide Funktionen wahrnehmen, erklärte der Banksprecher. Zu den personellen Konsequenzen sagte er, dass sich an der Kopfzahl nichts ändern werde. Ob einzelne Mitarbeiter versetzt werden müssen, könne er nicht sagen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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