MLP Lautenschlägers kalte Schulter

MLP-Gründer Manfred Lautenschläger sieht "keinen Anlass" zum Dialog mit Swiss Life. Mit einer größeren Beteiligung sei die Unabhängigkeit seiner Berater gefährdet - einen Mehrwert kann er darin ohnehin nicht erkennen.

Stuttgart - Der Mitgründer des Finanzmaklers MLP  zeigt dem neuen Mitaktionär Swiss Life  die kalte Schulter. "Eine Zusammenarbeit zwischen Swiss Life und MLP, die über die bisherige Produktkooperation hinausgeht, würde die Unabhängigkeit und das Geschäftsmodell von MLP nachhaltig gefährden", ließ Manfred Lautenschläger am Donnerstag über MLP mitteilen. "Deswegen sehe ich keinen Anlass zu einem Dialog mit der Swiss Life über eine Intensivierung der Zusammenarbeit."

Lautenschläger und seine Familie halten mit gut 32 Prozent der MLP-Aktien eine Sperrminorität. "An meiner Entscheidung, meine Beteiligung an MLP nicht zu verkaufen, hat sich nichts geändert und wird sich auch langfristig nichts ändern", teilte Lautenschläger mit.

Kooperationsmöglichkeiten mit der Swiss-Life-Tochter AWD  seien mehrfach geprüft und verworfen worden, da sie keinen Mehrwert für MLP und die Aktionäre brächten. Diese Einschätzung bestehe unverändert.

Der Einstieg von AWD beim Konkurrenten MLP ist ohne Absprache oder Zustimmung des Wieslochers Unternehmen erfolgt. Der Vorstand sei am Mittwochabend darüber informiert worden, dass der AWD-Mutterkonzern Swiss Life 26,75 Prozent der Anteile an MLP erworben habe. MLP begrüße aber, dass Swiss Life keine weitere Aufstockung der Anteile ohne Zustimmung des Unternehmens plane.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap

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