Helaba Kein Plan für Fusion

Die Landesbank Hessen-Thüringen führt nach Angaben ihres Vorstandschefs Günther Merl keine Gespräche über einen Zusammenschluss mit der DekaBank oder der WestLB.

Frankfurt am Main - "Mitunter gibt es auf der nach oben offenen Fantasieskala besonders heftige Ausschläge", sagte Helaba-Chef Günther Merl in einem Interview der "Börsen-Zeitung" (Dienstagausgabe).

Einen solchen "Masterplan" kenne er nicht, mit ihm sei kein Gespräch darüber geführt worden. Konsolidierung sei für ihn aber kein Tabuthema, fügte Merl hinzu. Allerdings schafften erst integrierte Geschäftsmodelle, die Groß- und Privatkundengeschäft unter einem Dach vereinten, die Voraussetzung für eine erfolgreiche Konsolidierung.

Im öffentlich-rechtlichen Bankensektor wird seit Jahren über Zusammenschlüsse diskutiert. Bei der WestLB war bereits im vergangenen Jahr eine Fusion mit der Helaba erörtert worden. Dagegen hatten aber die hessischen Sparkassen Front gemacht.

Zuletzt hieß es in Finanzkreisen, unter dem Druck der EU-Kommission hätten neue Gespräche über einen Zusammenschluss von WestLB, Helaba und dem Fondsanbieter DekaBank begonnen. Doch seien diese noch in einem frühen Stadium.

manager-magazin.de mit Material von reuters