Arbeitsmarkt Konjunktur bricht langsam ein

Die Zahl der freien Arbeitsplätze sinkt. Vor allem mittelfristig planen die Unternehmen mit weniger Neueinstellungen, während die Lage kurzfristig noch günstig ist. Die Forscher der Bundesagentur sorgen sich deshalb vor allem um das kommende Jahr.

Nürnberg - Der drohende Konjunktureinbruch macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Zahl der offenen Stellen ist zum dritten Mal in Folge gesunken, wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mitteilt. Sie lag im zweiten Quartal bei 1,13 Millionen und damit um 15.000 unter der des ersten Quartals und um rund 100.000 unter dem Vorjahreswert. Dennoch sei die Arbeitskräftenachfrage noch auf einem hohen Niveau, hieß es.

So habe die Zahl der sofort zu besetzenden Stellen verglichen mit dem Vorquartal um 26.000 auf 874.000 zugenommen. Das sind 22.000 mehr als im zweiten Quartal 2007. Gleichzeitig sei aber die Zahl der später zu besetzenden Stellen ebenfalls seit drei Quartalen rückläufig.

Ihre Zahl nahm vom Rekordstand mit 532.000 Stellen im ersten Vierteljahr 2007 auf jetzt nur noch 252.000 ab. "Das heißt, dass die Betriebe auf mittlere Sicht vorsichtiger disponieren", erklärte IAB-Sprecher Wolfgang Braun.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Stellenangebot mittelfristig weiter abnimmt. Dennoch erwarten sie für 2008 noch eine positive Beschäftigungsentwicklung, die jedoch geringer als im Vorjahr ausfallen werde.

Die Zahl der offenen Stellen wird vom IAB viermal jährlich erfasst. Hierfür werden jeden Herbst 14.500 Betriebe schriftlich und in den anderen Quartalen 8000 Betriebe telefonisch befragt.

manager-magazin.de mit Material von ap