ATU Hunderte Jobs gefährdet

Die krisengeplagte Werkstattkette Auto-Teile-Unger will mehrere hundert Stellen abbauen. Zudem will ATU-Chef Michael Kern neue Großkunden gewinnen und auf den Ökotrend setzen.

Berlin - "Wir überprüfen derzeit alle 640 Filialen einzeln", sagte Michael Kern, Chef der Autowerkstattkette Auto-Teile-Unger (ATU), der "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS). "Es werden wahrscheinlich weniger als 600 Stellen sein." Medienberichte, dass bis zu 1000 Stellen gestrichen werden , bezeichnete Kern als "Quatsch".

Mit dem Abbau versucht das Unternehmen, dem schlecht laufenden Geschäft zu begegnen. ATU war in den vergangenen beiden Jahren wegen des schwachen Geschäfts mit Winterreifen in Bedrängnis geraten. Zudem litt das Unternehmen unter den Schulden, die die Finanzinvestoren KKR sowie Doughty Hanson der Werkstattkette aufgebürdet hatten. KKR und Doughty Hanson hatten im Frühjahr 140 Millionen Euro frisches Kapital an ATU zuschießen müssen.

Nun setzt ATU-Chef Kern auf den Ökotrend: Kunden könnten sparen, indem sie "umrüsten auf Autogas. Bei diesen hohen Spritpreisen lohnt sich das". Die Deutschen würden weniger fahren, "es gibt hohe Spritpreise. Darauf müssen wir uns einstellen". ATU will auch mehr Leasinggesellschaften und Großkunden erreichen. "Zudem wollen wir die kleinen Flotten, zum Beispiel von Bäckern und Einsenwarenhändlern, reparieren", sagte Kern.

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