Märklin Drohende Lohnkürzung

Die Mitarbeiter des schwäbischen Modellbahnherstellers Märklin müssen sich laut einem Medienbericht auf massive Lohnkürzungen gefasst machen.

Düsseldorf/Göppingen - Auf die 600 Mitarbeiter in der Unternehmenszentrale in Göppingen kämen Einbußen von bis zu 20 Prozent des Bruttolohnes zu, berichtete das "Handelsblatt" am Dienstag unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Märklin hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Kostenbasis des Unternehmens sei "nach wie vor zu hoch, um langfristig erfolgreich zu wirtschaften", berichtete das Blatt. Deshalb habe die Geschäftsführung Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen.

Bei einer Mitarbeiterversammlung wurde für Göppingen bei den Personalkosten ein Einsparungsziel von fünf Millionen Euro genannt. Ein Unternehmenssprecher lehnte dem Bericht zufolge eine Aufschlüsselung der Personalkosten auf Anfrage ab. Auch der Betriebsrat wollte sich laut dem Blatt zu den Gesprächen mit der Geschäftsleitung nicht äußern.

Das "Handelsblatt" berichtete, es existierten bereits interne Überschlagsrechnungen. Danach lägen die Personalkosten in Göppingen bei rund 20 Millionen Euro. Um das vorgesehene Sparziel zu erreichen, müsste im Schnitt jeder Mitarbeiter am Unternehmenssitz auf bis zu 600 Euro brutto pro Monat verzichten. Die Sparziele zu erreichen dürfte extrem schwierig werden. Entlassungen seien ausgeschlossen, da im Unternehmen ein Beschäftigungssicherungsvertrag gelte, der Kündigungen bis Ende 2009 verhindere.

manager-magazin.de mit Material von ap

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