Rote Zahlen Austrian sucht Partner

Nun ist es offiziell: Die Austrian Airlines trauen sich nicht mehr zu, aus eigener Kraft aus der Krise zu fliegen. Im ersten Halbjahr wuchs der Verlust auf 49 Millionen Euro. Die Lufthansa könnte bei der österreichischen Fluglinie einsteigen. Darüber entscheidet die Staatsholding ÖIAG.

WIEN - Die Verluste schreibende österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA)  braucht nach Einschätzung ihrer Führung strategische Unterstützung. Die Airline komme ohne einen strategischen Partner nicht mehr aus, so das Ergebnis einer Prüfung durch internationale Berater, das der Vorstand am Montag dem Aufsichtsrat vorlegte. Am Freitag soll sich der Aufsichtsrat der Staatsholding ÖIAG, die 42,75 Prozent an AUA hält, damit befassen.

AUA-Chef Alfred Ötsch sprach am Abend von einer "klaren Empfehlung in Richtung einer strategischen Partnerschaft". "Strukturelle Schwächen können nur mit einem Partner behoben werden." Konkrete Namen der Wunschpartner nannte Ötsch nicht. Bei den Beratern gilt aber die Lufthansa  als favorisierter Käufer.

Bliebe die AUA allein, würden "drastische" und "nicht nur für die AUA schmerzhafte Maßnahmen" erforderlich, machten der AUA-Vorstand sowie Aufsichtsratschef und ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis deutlich. Die ÖIAG erhofft sich von der Regierung nun die zügige Erteilung eines Privatisierungsauftags.

Im ersten Halbjahr flog die AUA einen Verlust von 48,7 Millionen Euro ein, gegenüber 8,6 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr geht die Fluggesellschaft von 70 bis 90 Millionen Euro Verlust aus.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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