Toyota Absatzprognose gesenkt

Auch Autobauer Toyota muss mit Verkaufsproblemen in den USA kämpfen. Das japanische Unternehmen hat daher seine Absatzprognose nach unten revidiert - um immerhin 350.000 Fahrzeuge.

Detroit/Tokio - Der neue Autobranchenführer Toyota  ist ebenfalls in den Strudel des Abschwungs am US-Automarkt geraten und hat am Montag seine Absatzprognose für dieses Jahr gesenkt. Der japanische Konzern rechnet nun damit, bis Ende des Jahres 9,5 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen.

Das sind 350.000 weniger als bisher geplant, berichtete das Unternehmen am Montag in Tokio. Toyota hat mit seinen kleinen sparsamen Autos zwar die großen amerikanischen Konkurrenten das Fürchten gelehrt - der Vorstoß ins einst lukrative Geschäft mit großen Geländewagen trifft im US-Markt nun auch die Japaner. Im Juni musste Toyota ebenfalls einen starken Absatzrückgang melden.

Toyota hat in diesem Jahr erstmals den US-Konkurrenten General Motors  (GM) von der weltweiten Spitzenposition beim Absatz verdrängt. Seit Jahresbeginn verkaufte Toyota weltweit fast 300.000 Autos mehr als die Opel-Mutter GM. Im zweiten Quartal steigerte Toyota den Absatz um 2 Prozent auf 2,406 Millionen Fahrzeuge, wie am Mittwoch in Tokio mitgeteilt wurde. Bei GM sanken die Verkäufe dagegen um 5 Prozent auf knapp 2,29 Millionen Wagen.

Nach dem ersten Halbjahr führt Toyota damit mit rund 4,82 Millionen Fahrzeugen gegenüber 4,54 Millionen bei GM. Im vergangenen Jahr hatte Toyota noch knapp die Übernahme der Weltspitze verpasst.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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