Familien Union will Kindergeld erhöhen

20 Euro mehr Kindergeld für das dritte und 50 Euro mehr für das vierte Kind: Die Union will kinderreiche Familien entlasten. Eine solche Reform würde keine große Lücke im Haushalt hinterlassen, da seit dem Jahr 2006 die Zahl der Geburten wieder sinkt.

Berlin - Kinderreiche Familien sollen nach dem Willen der Union ab Januar deutlich mehr Geld für ihren Nachwuchs bekommen. Der CSU-Familienpolitiker Johannes Singhammer nannte erstmals Einzelheiten der geplanten Reform. "Für das erste und zweite Kind soll es je 10 Euro mehr geben, für das dritte Kind 20 Euro und ab dem vierten Kind 50 Euro", sagte Singhammer der "Bild am Sonntag".

Die Kosten von 2,56 Milliarden Euro entsprächen in etwa den Einsparungen beim Kindergeld durch den Geburtenrückgang seit dem Jahr 2006, sagte der Bundestagsabgeordnete. Derzeit gibt es für die ersten drei Kinder jeweils 154 Euro im Monat, ab dem vierten Kind 179 Euro. Die Erhöhung für das vierte Kind würde damit eine kräftige Steigerung von 28 Prozent ergeben.

Die Spitzen der Großen Koalition einigten sich bereits im Juni auf eine Erhöhung zum 1. Januar 2009. Der Umfang sollte eigentlich nach der Veröffentlichung des Berichtes über die Höhe des Existenzminimums im September bestimmt werden.

In diesem Jahr werden laut Bundesregierung 34,1 Milliarden Euro Kindergeld für 18,3 Millionen Kinder in Deutschland gezahlt. Im vergangenen Jahr waren es noch 34,7 Milliarden Euro für 18,7 Millionen Kinder und 2006 sogar 34,9 Milliarden Euro für 18,9 Millionen Kinder.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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