Schwacher Markt Daimler drosselt Produktion

Daimler reagiert auf die schwache Autokonjunktur und drosselt seine Produktion in Deutschland und den USA. Bislang sind zwei Werke im Gespräche. Das Ausmaß der Produktionskürzung ist aber noch nicht absehbar.

Stuttgart - In den Werken Sindelfingen und Tuscaloosa seien bereits Vereinbarungen für die Streichung von Schichten in der zweiten Jahreshälfte getroffen worden, sagte ein Sprecher von Daimler  am Freitag in Stuttgart. Es liefen auch Gespräche zu anderen Standorten. Wie viele Werke insgesamt von dem Maßnahmenpaket betroffen sein werden, steht noch nicht abschließend fest.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte am Donnerstag eingeräumt, dass der Stuttgarter Autobauer seine Ziele für 2008 nicht erreichen wird.

Die Gewinnprognose wurde deutlich zurückgeschraubt: Daimler erwartet nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mehr als 7,0 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Vorstandschef angekündigt, die Stuttgarter werden der Vorjahreswert von 7,7 Milliarden Euro deutlich übertreffen. Außerdem hatte der Manager einen Absatzrückgang im zweiten Halbjahr nicht ausgeschlossen. Die Daimler-Aktie brach daraufhin zeitweise um 11 Prozent ein.

Im US-Werk in Tuscaloosa (Alabama) baut Daimler seine sportlichen Geländewagen mit den Modellen M-, und GL-Klasse sowie die Großraumlimousine R-Klasse. In Sindelfingen werden die C-, E- und S- Klasse gefertigt. Die Produktion soll heruntergefahren werden, um am Jahresende keine zu hohen Lagerbestände zu haben.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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