Volkswagen Rekordgewinn bei Scania

Gerade erst hat Volkswagen seinen Anteil bei dem Lkw-Bauer Scania auf 68,6 Prozent erhöht, da vermelden die Schweden das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Vor allem Russland, Südamerika und Asien trugen dazu bei, während in Europa die Verkäufe zurückgingen.

Södertälje - Die VW-Tochter Scania  hat im ersten Halbjahr einen Rekordgewinn eingefahren. Der operative Gewinn sei in den drei Monaten bis Ende Juni um 41 Prozent auf 4,247 Milliarden schwedische Kronen (449 Millionen Euro) gestiegen, teilte das Unternehmen am Freitag in Södertälje mit. Der Überschuss legte sogar um 51 Prozent auf 3,038 Milliarden Kronen zu.

Der Absatz stieg um 5 Prozent auf 20.508 Fahrzeuge, der Umsatz um 15 Prozent auf 20,894 Milliarden schwedische Kronen. Einen Rückgang verzeichnete das Unternehmen dagegen bei den Neubestellungen. Mit 17.029 Fahrzeugen wurden 25 Prozent weniger bestellt als ein Jahr zuvor. In Europa seien die Bestellung zurückgegangen, während in Russland, Südamerika und Asien die Nachfrage nach Lkw weiter stark sei. Im ersten Halbjahr brach der Lkw-Auftragseingang in Westeuropa um 44 Prozent ein und in Osteuropa um 30 Prozent.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Scania-Chef Leif Östling das Ziel, den Gewinn gegenüber 2007 zu erhöhen. 2009 sei dagegen schwer vorherzusagen. Die jüngste Entwicklung auf verschiedenen Märkten in Europa mache es schwer, einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben. Der langfristige Ausblick bleibe aber positiv.

VW hatte am vergangenen Dienstag wie zuvor angekündigt seinen Anteil an Scania auf 68,6 Prozent erhöht. Weitere 17 Prozent hält MAN. Scania wird ab Juli nun als neunte Marke des VW-Konzerns in der Bilanz konsolidiert werden. In den am Mittwoch vorgelegten Halbjahreszahlen von VW war Scania noch nicht enthalten.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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