Übernahmeplan Die Conti-Erklärung im Original

Aufsichtsrat und Vorstand von Continental weisen die Übernahmeofferte des fränkischen Konkurrenten Schaeffler zurück. manager-magazin.de dokumentiert die gemeinsame Erklärung im Wortlaut.

Hannover, 23. Juli 2008. Aufsichtsrat und Vorstand der Continental AG sind nach intensiven Beratungen am Mittwoch in Hannover zu der festen Überzeugung gelangt, dass das angekündigte Übernahmeangebot der Schaeffler Gruppe das Unternehmen nicht angemessen bewertet und den Unternehmensinteressen nicht gerecht wird. Es berücksichtigt beispielsweise nicht die hierdurch eintretenden Steuernachteile und erhöhten Refinanzierungskosten.

Alle Mitglieder beider Organe lehnen die Offerte in der vorliegenden Form ab und befürworten die weitere juristische Prüfung der Art und Weise der Annäherung an die Continental AG durch die zuständigen Aufsichtsbehörden.

Der Aufsichtsrat stellt ausdrücklich fest, dass er die Vorgehensweise des Vorstands in vollem Umfang unterstützt. Deshalb stimmte der Aufsichtsrat der Continental AG in seiner heutigen Sitzung den vom Vorstand bereits identifizierten Handlungsoptionen zu. Aufsichtsrat und Vorstand werden in diesem Verfahren alles tun, um die Interessen der Aktionäre, Mitarbeiter und sonstigen Stakeholder zu schützen.

Vorstand und Aufsichtsrat sind gleichzeitig der Auffassung, dass eine Einigung mit der Schaeffler Gruppe in diesem Verfahren erstrebenswert ist. Sollte die Schaeffler Gruppe bereit sein, entweder über eine angemessene Prämie für Continental-Aktionäre oder über die Begrenzung auf eine für das Unternehmen akzeptable Beteiligungsquote zu verhandeln, hat der Vorstand die Unterstützung des Aufsichtsrats, direkte Verhandlungen mit der Schaeffler Gruppe aufzunehmen.

Aufsichtsrat und Vorstand der Continental AG werden nach der notwendigen weiteren Konkretisierung der Bieterabsichten und der Veröffentlichung einer Angebotsunterlage sorgfältig die Interessen der Gesellschaft, ihres Unternehmens, ihrer Aktionäre und Arbeitnehmer sowie Geschäftspartner abwägen und im Rahmen der gesetzlich vorgesehenen Stellungnahme nach § 27 WpÜG zu dem Übernahmeangebot Stellung nehmen.

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