Mittwoch, 29. Januar 2020

Offshore-Park Eon investiert in Windkraft

Dem Energiekonzern Eon gehört jetzt die Hälfte an dem weltweit größten geplanten Offshore-Windpark. Der Park vor der britischen Küste soll einmal über eine Kapazität von 1000 Megawatt verfügen.

Düsseldorf - Gemeinsam mit dem dänischen Wettbewerber Dong Energy habe Eon Börsen-Chart zeigen den Anteil von Shell Börsen-Chart zeigen am London Array Offshore-Windpark übernommen, bestätigte der Düsseldorfer Dax-Konzern am Montag, nachdem es bereits in den vergangenen Tagen entsprechende Presseberichte gegeben hatte. Damit hielten Dong und Eon jeweils die Hälfte.

Windkraft auf dem Meer: Die Bundesregierung will bis 2030 den Bau von 30 Offshore-Parks vorantreiben
Zum Kaufpreis machte Eon keine Angaben. Zuletzt hatte es in Medienberichten aus Kreisen geheißen, eine höhere dreistellige Millionensumme sei im Gespräch. London Array gilt als bisher größtes Offshore-Projekt mit einer geplanten Kapazität von bis zu 1000 Megawatt. Bei dem Windpark handelt es sich um ein Projekt von der Royal Dutch Shell im Volumen von 2,5 Milliarden britische Pfund.

Shell hatte bislang 33 Prozent an dem geplanten Windpark gehalten, aber bereits im Mai einen Verkauf und damit einen Ausstieg aus dem bisherigen Dreier-Konsortium angekündigt. Nach Angaben von Eon hat sich Shell dazu bereit erklärt, das bisherige Projektteam erst zum Jahresende abzuziehen, um einen reibungslosen Übergang des Planungsablaufs sicher zu stellen.

Der britische Offshore-Park soll in der äußeren Themsemündung etwa 15 Kilometer vor der Küste von Kent und Essex entstehen. Mehr als 270 Windturbinen sollen hier installiert werden. Die Unternehmen wollen dabei von der hohen Windgeschwindigkeit, der geringen Wassertiefe und der günstigen Bodenbeschaffenheit des Standorts profitieren. Die erste Projektphase soll bis 2012 abgeschlossen werden.

Eon will bis 2010 rund sechs Milliarden Euro in Erneuerbare Energien investieren. Die Bundesregierung will bis 2030 den Bau von bis zu 30 Offshore-Parks mit hunderten Windrädern vorantreiben.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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