Energiebranche EnBW beteiligt sich an EWE

Der Energiekonzern EnBW kauft einen Anteil von gut einem Viertel an Deutschlands fünftgrößtem Versorger EWE zum Preis von rund zwei Milliarden Euro. Damit ist das Geschäft die größte Transaktion in der deutschen Energiebranche seit langem.

Hannover - Der Energiekonzern EnBW  hat für rund zwei Milliarden Euro gut ein Viertel des Oldenburger Regionalversorgers EWE übernommen. Die kommunalen EWE-Eigner hätten sich am Donnerstag entschieden, einen Teil ihrer Aktien an den baden-württembergischen Konzern abzugeben, teilten EWE und EnBW mit.

Zudem zeichne EnBW alle neuen Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Das Geschäft ist die größte Transaktion in der Branche seit der Übernahme von Ruhrgas durch Eon  im Jahr 2004 für rund elf Milliarden Euro. Die Kartellbehörden müssen dem Anteilskauf noch zustimmen.

Zuletzt war neben EnBW nur der französische Gaskonzern Gaz de France  im Rennen um die Beteiligung gewesen. Zuvor hatten sich unter anderem noch Gazprom  und der dänische Versorger Dong um den Anteil bemüht. Vergangenes Jahr erwirtschaftete EWE mit 4700 Mitarbeitern einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro. EWE hat 1,8 Millionen Kunden.

Die 21 Landkreise und Städte aus dem Nordwesten Deutschlands, denen bislang alle EWE-Anteile gehörten, hatten sich zu dem Anteilsverkauf entschlossen, um einen Kredit abzulösen. Zwar darf der neue Partner über seine Sperrminorität nun künftig ein gewichtiges Wort mitreden. Allerdings erhofft sich EWE durch die strategische Partnerschaft auch deutliche Vorteile für sein Geschäft.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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