Anheuser/InBev Bierkampf vor Gericht

Die Auseinandersetzung zwischen den beiden Bierbrauern InBev und Anheuser-Busch geht vor Gericht. Der Kläger Anheuser wirft dem Konkurrenten vor, mehrfach falsche und missverständliche Angaben bezüglich seines Übernahmeangebots gemacht zu haben.

New York - Im aktuellen Übernahmekampf hat die US-Traditionsbrauerei Anheuser-Busch  den Konkurrenten und möglichen Käufer InBev verklagt. Anheuser-Busch (Budweiser, Bud Light und Michelob) werfe dem Konkurrenten vor, mehrfach falsche und missverständliche Angaben bezüglich des Übernahmeangebots über 65 Dollar je Aktie gemacht zu haben, teilte das Unternehmen bereits am Dienstag mit. Die Vorwürfe handelten vor allem von der Finanzierung der Transaktion.

Wegen des gegenwärtigen Zustandes der Kreditmärkte werde das belgische Unternehmen InBev (Beck's, Stella Artois, Staropramen) nicht einfach einen Kredit über 40 Milliarden Dollar ohne Auflagen erhalten, so wie er aber zur Finanzierung der Transaktion nötig sei, hieß es in der Klageschrift.

Anheuser-Busch versucht ebenfalls, die Bestrebungen von InBev zu verhindern, die Führung des Konkurrenten auszutauschen. Das hatte Inbev am Montag gefordert. Zudem wollte InBev eigenen Aussagen zufolge den Aktionären von Anheuser-Busch die Möglichkeit geben, sich zum von InBev beabsichtigten Zusammenschluss der beiden Konzerne zu äußern.

Nach SABMiller sind InBev und Anheuser-Busch weltweit die zweit- und drittgrößten Brauereikonzerne nach Volumen. Zusammen kontrollieren sie 300 Marken auf sechs Kontinenten.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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