Hapag-Lloyd Hamburg bietet mit

Die Freie und Hansestadt Hamburg beteiligt sich mit einem dreistelligen Millionenbetrag an einem Gebot für die zum Verkauf stehende Containerschifffahrtssparte der Tui. Die Stadt hofft, die größte deutsche Schifffahrtslinie in Hamburg halten zu können. Das Gebot rechne sich langfristig.

Hamburg - Die Hafenstadt Hamburg hat sich entschieden, dem Bieterkonsortium zur Übernahme der Tui-Tochter Hapag-Lloyd beizutreten. Das sagte Hamburgs Finanzsenator Michael Freytag (CDU) heute. Die Stadt wolle einen dreistelligen Millionenbetrag investieren. Mit diesem Engagement wolle die Stadt das "gesunde" Unternehmen Hapag-Lloyd mit seinem Hauptsitz in der Hansestadt halten.

Es sei eine Investition aus rein wirtschaftlichen Gründen, sagte der Senator. Sie werde sich auch langfristig rechnen. Hamburg zahle keinen "politischen" Preis.

Die Hansestadt Hamburg tritt mit diesem Schritt dem bereits aus der Bank M.M. Warburg und der Kühne Holding bestehendem Bieterkonsortium für Hapag-Lloyd bei. Beide Unternehmen hatten an diesem Konsortium zuletzt jeweils 50 Prozent gehalten. Mit welchem Prozentsatz die Hansestadt einsteigt, sagte der Senator nicht. Hieran könnten die Mitbewerber sonst Rückschlüsse auf die Höhe des Gebotes ziehen.

Die Muttergesellschaft Tui  will sich auf Druck aus dem Aktionärskreis von ihrer Schifffahrtssparte trennen. Als interessiert gelten auch asiatische Reedereien. Das Bieterverfahren sei in der entscheidenden Phase, sagte Freytag. "Das Interesse an der Hamburger Lösung ist sehr groß." Der überwiegende Teil der nötigen Milliardensumme müsse von privaten Investoren kommen, ergänzte Freytag.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, dow jones und reuters

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