G8 Besserer Klimaschutz

Die Staats- und Regierungschefs der G8 haben sich auf neue Umweltschutzstandards geeinigt. Bis 2050 soll der Ausstoß schädlicher Treibhausgase mindestens halbiert werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel äußerte sich "sehr zufrieden".

Toyako/Japan - Der G8-Gipfel im japanischen Toyako ist zu ersten Ergebnissen gekommen. Die Staats- und Regierungschefs verständigten sich auf das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2050 zu halbieren. Eine entsprechende Erklärung wollten die G8-Führer nach einem Arbeitsessen am Dienstag abgeben. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf diplomatische Kreise.

Damit wird es allem Anschein nach im Kampf gegen den Klimawandel auch auf diesem Gipfel wie erwartet keinen Durchbruch geben. Die G8 gehen den vorliegenden Informationen zufolge nicht über das in Heiligendamm ins Auge gefasste Ziel hinaus.

Die acht wichtigsten Industriestaaten einigten sich nach Angaben aus der japanischen Delegation auf verstärkte Maßnahmen gegen den Anstieg der Ölpreise. So solle beispielsweise die Ölförderung "kurzfristig" ausgeweitet werden, denn die steigenden Öl- und Nahrungsmittelpreise stellten eine ernsthafte Herausforderung für ein stabiles globales Wirtschaftswachstum dar, erklärten die Gipfelteilnehmer.

Speziell die hohen Ölpreise stellten eine ernste Gefahr für das globale Wirtschaftswachstum dar. Die G8 sind sich einig, dass verstärkt in die Ölproduktion investiert werden müsse. Auch müsse der Dialog zwischen Förder- und Verbraucherländern verstärkt werden.

In einer Erklärung zur Weltwirtschaft am zweiten Tag ihrer dreitägigen Beratungen riefen die G8-Staaten zudem Schwellenländer mit bedeutenden Handelsüberschüssen auf, ihre Wechselkurse zu "justieren" - ein indirekter Appell an China, den Yuan aufzuwerten.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters

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