HSH Nordbank UBS scheitert mit Gegenklage

Die Schweizer Großbank UBS ist vor einem Londoner Gericht mit einer Gegenklage gegen die HSH Nordbank gescheitert. Die Landesbank wirft der UBS vor, sie bei einem 500 Millionen Dollar hohen Investment getäuscht zu haben.

London - Das Oberste Gericht in London hat eine von der schweizerischen Großbank UBS angestrebte Gegenklage gegen die HSH Nordbank zurückgewiesen. Das teilte das in Hamburg ansässige Kreditinstitut am Freitag mit.

"Aus unserer Sicht handelte es sich hierbei um ein prozessuales Störmanöver der UBS, um den Fortgang der unsererseits gegen die UBS angestrebten Klage in New York zu verzögern", sagte HSH-Nordbank-Sprecher Rune Hoffmann.

Die Schweizer Großbank UBS hatte Ende Februar in London eine Gegenklage gegen die HSH Nordbank eingereicht. Kurz davor hatte die Landesbank beim Obersten Gericht des US-Bundesstaates New York eine Klageschrift gegen UBS eingereicht, nach der mindestens 275 Millionen Dollar Schadenersatz von dem Zürcher Institut gefordert werden.

Die UBS erklärte seinerzeit, die Gegenklage basiere auf einer strukturierten Transaktion mit der HSH. Man habe die Transaktion über mehrere Monate hinweg mit dem Kunden diskutiert und verhandelt. UBS habe dabei alle vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, die Transaktion stelle keine Vertragsverletzung dar.

In der Klage gegen die UBS geht es um einen Wertverlust bei einem von der Schweizer Großbank gemanagten Kreditportfolio. Die Landesbank wirft der UBS und ihrer Tochter UBS Securities "betrügerische Handlungen" und "vorsätzliche Pflichtverletzung" im Zusammenhang mit einem Investment über 500 Millionen Dollar aus dem Jahr 2002 vor.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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