Ford Alles noch schlimmer

Der US-Autohersteller Ford geht davon aus, dass seine Geschäfte noch schlechter laufen als bislang ohnehin schon befürchtet. Im Juni ist der Autoabsatz nochmals gesunken, nun wird die Produktion heruntergefahren.

Detroit - Der zweitgrößte amerikanische Autobauer Ford rechnet für das Jahr 2008 im Stammgeschäft wegen der anhaltenden Schwierigkeiten im Heimatmarkt mit einem höheren Verlust als 2007.

Zudem werde es wegen des hohen Ölpreises und der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger, im kommenden Jahr konzernweit vor Steuern und Sonderposten schwarze Zahlen zu schreiben, teilte das Unternehmen am Freitag in Detroit mit. Ford hatte in den vergangenen drei Jahren Milliardenverluste in der Autoproduktion angehäuft. 2007 betrug der Vorsteuerverlust knapp fünf Milliarden Dollar nach 17 Milliarden Dollar 2006.

Der Konzern rechnet außerdem im laufenden Jahr auch in der Finanzierungssparte mit einem Verlust. Diese hatte zuletzt noch Gewinne erzielt. Der Kapitalabfluss werde zudem höher ausfallen als zuletzt erwartet, hieß es weiter.

Wegen der anhaltend wirtschaftlichen Schwierigkeiten kündigte der Konzern weitere Produktionskürzungen bei großen Transportern und Geländewagen an. Zudem soll das aktuelle Modell des populären F-150 Pickups später als bisher angekündigt überarbeitet werden. Die Ford-Aktie  gab am Freitag deutlich nach.

manager-magazin.de mit Material von dap-afx, reuters

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