Neues Werk Daimler baut in Ungarn

Der Autohersteller Daimler fertigt die neue Generation seiner A- und B-Klasse in Ungarn. Rund 800 Millionen Euro sollen in den Bau des neuen Osteuropa-Werks in der Stadt Kecskemét investiert werden.

Stuttgart - Die Produktion in Rastatt, wo A- und B-Klasse bisher gebaut werden, bleibe aber erhalten und solle auch in Zukunft voll ausgelastet werden, teilte Daimler  am Mittwoch mit. Statt zweien werde Mercedes-Benz künftig vier Modelle im Kompaktwagen-Segment anbieten.

Als Abkehr von Deutschland sei das ungarische Werk daher nicht zu verstehen: "Wir investieren weiterhin nachhaltig in die Fahrzeug-Fertigung am Standort Deutschland: Zusätzlich zur kürzlich beschlossenen Erweiterung der Sprinter-Produktion in Düsseldorf und Ludwigsfelde investieren wir nun rund 600 Millionen Euro in Rastatt für unserer neue Kompaktwagen-Generation", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche. "Gleichzeitig planen wir zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, ein neues Werk in Ungarn".

"Rastatt ist ein wichtiger und bewährter Bestandteil unseres Mercedes-Benz-Produktionsnetzwerkes. Wir werden das Werk auch mit der Produktion der nächsten Generation von Premium-Kompaktwagen von Mercedes-Benz voll auslasten", betonte auch Rainer Schmückle, Chief Operating Officer von Mercedes-Benz Cars.

"Das künftige Werk in Kecskemét bietet gesamtwirtschaftlich die eindeutig besten Perspektiven", erklärte Schmückle die Entscheidung. Die Produktion solle 2012 beginnen, mit der Vorbereitung des Neubaus werdee noch in diesem Jahr begonnen, sagte ein Daimler-Sprecher.

Kecskemét liegt rund 80 km südöstlich vom Stadtrand von Budapest. Zum Bau des zusätzlichen Standorts plant Mercedes-Benz vor Ort in Kecskemét rund 800 Millionen Euro zu investieren und einschließlich aller Zulieferer 2500 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Das Unternehmen beabsichtigt, mit Vertretern des Landes Ungarn sowie der Stadt Kecskemét in den nächsten Wochen ein entsprechendes Memorandum of Understanding zu unterzeichnen.

Früheren Presseberichten zufolge waren zuvor auch Standorte in Polen und Rumänien geprüft worden. Das neue Werk sei erforderlich, um im Zuge des erweiterten Produktangebotes die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern und neue Absatzmärkte zu erschließen, sagte der Daimler-Sprecher.

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