EU-Kommission Frankfurt-Hahn im Visier

Die Europäische Kommission hat den Flughafen Frankfurt-Hahn aufs Korn genommen und will die Finanzhilfen für den Flugplatz überprüfen. Automatisch mit im Visier ist die irische Fluglinie Ryanair.

Brüssel - Die Europäische Kommission will die öffentliche Finanzhilfe für den Flughafen Frankfurt-Hahn überprüfen. Der Airport erhalte seit geraumer Zeit öffentliche Gelder von Hessen und Rheinland-Pfalz sowie von der öffentlich-rechtlichen Gesellschaft Fraport , erklärte die Behörde am Dienstag in Brüssel.

Die Kommission werde überprüfen, ob es sich dabei um eine Staatsbeihilfe handelt, die nach dem EU-Wettbewerbsrecht genehmigt werden müsste. In die Prüfung würden auch die Frankfurt-Hahn erhobenen Flughafenentgelte und die mit dem irischen Luftfahrtunternehmen Ryanair  geschlossenen Einzelverträge einbezogen.

Die Kommission hat vor allem die Kapitalaufstockungen in den Jahren 2002 und 2004 im Visier sowie den Gewinnabführungsvertrag des Flughafens mit Fraport. Nach einer ersten Prüfung lasse sich nicht zweifelsfrei beweisen, dass es keine Staatsbeihilfe sei. Sollte es sich um eine Beihilfe handeln, will die Kommission den positiven Impuls des Flughafens für die wirtschaftliche Entwicklung im Hunsrück berücksichtigen.

Die Wettbewerbsaufsicht wurde tätig, weil sich ein konkurrierendes Luftfahrtunternehmen und ein Verband von Fluggesellschaften beschwert hatten.

manager-magazin.de mit Material von reuters