Deutsche Bank Millionenklage in den USA

Der Deutschen Bank droht im Zusammenhang mit ihren CDO-Geschäften in den USA weiterer finanzieller Ärger. Eine große US-Regionalbank beschuldigt das Geldinstitut des Betrugs und will jetzt Schadensersatz in Millionenhöhe.

New York - Eine große US-Regionalbank hat die Deutsche Bank  wegen Verlusten mit komplexen Schuldverschreibungen (CDOs) verklagt, die in der Finanzmarktkrise massiv an Wert verloren haben.

Die M&T Bank Corp, an der seit langem die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway  des Investors Warren Buffett mit 6,1 Prozent (Stand 31. März) beteiligt ist, bezifferte ihr Minus am Montag in ihrer Beschwerde beim Obersten Gericht des Bundesstaates New York auf 82 Millionen Dollar (rund 53 Millionen Euro).

Die Deutsche Bank und die den Handel abwickelnde HBK Investments LP hätten die sogenannten Gemstone-Wertpapiere auf betrügerische Weise als "sicher, unbedenklich und nahezu risikofrei" beschrieben, hieß es in der Klage.

Die Anbieter hätten die Vorgaben für solche Geschäfte und das Gebot gebührender Sorgfalt bei der Auswahl und Bündelung der verkauften Kredite oder Anleihen massiv verletzt.

Das deutsche Unternehmen habe den Ratingagenturen Unterlagen über Qualität und Ausfallsicherheit der CDOs vorenthalten, die das Tochterunternehmen an Investoren wie M&T verkauft hatte. Mit diesen Informationen wäre die Bonität der CDOs laut M&T geringer eingeschätzt worden

Für die Deutsche Bank ist es nicht der erste Rechtsstreit wegen CDO-Geschäften. Ein Sprecher der Deutschen Bank lehnte eine Stellungnahme zu dem Vorwurf gegenüber manager-magazin.de ab.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ddp.djn

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