Airbus Ein großes Stück vom Kuchen

Der Flugzeughersteller Airbus rechnet in den nächsten 20 Jahren mit einem rasanten Marktwachstum in Deutschland. Die hiesigen Fluggesellschaften würden in diesem Zeitraum über 900 neue Flugzeuge benötigen.

Frankfurt am Main - Der Airbus-Konzern will mindestens die Hälfte dieser Flugzeugbestellungen erhalten, teilte die Tochter des EADS-Konzerns  am Montagabend mit. Weltweit erwartet Airbus in den nächsten 20 Jahren einen Zuwachs auf 24.262 Passagier- und Frachtflugzeuge.

Der Großteil der zusätzlichen Maschinen, die nach aktuellen Listenpreis rund 109 Milliarden Dollar wert wären, soll mit 600 Flugzeugen auf die Kurzstrecke entfallen. Auf der Mittel- und Langstrecke rechnet Airbus mit einem Plus von 200 Großraumflugzeugen, bei Superjumbos wie dem A380 und Frachtern erwartet der Flugzeugbauer einen Zuwachs von 100 Maschinen.

"Mit seinem beeindruckenden Wirtschaftswachstum und einer konstant hohen Nachfrage aus dem In- und Ausland bleibt Deutschland ein Schlüsselmarkt für Airbus", sagte der für Marktprognosen zuständige Airbus-Vizepräsident Laurent Rouaud.

Zeitplan für A400M in Gefahr

EADS-Chef Louis Gallois hat unterdessen den für Sommer geplanten Erstflug des Militärtransporters Airbus A400M in Frage gestellt. Es bleibe zwar bei dem angesetzten Termin, die Einhaltung des Zeitplan sei aber in zunehmenden Maße schwierig, sagte der Vorstandschef des des Luft- und Raumfahrtkonzerns.

Bereits jetzt hinkt der Flugzeughersteller ein halbes Jahr hinterher. Eine weitere Verspätung von sechs Monaten ist möglich. Gallois sagte, er sehe die Verzögerungen aber "näher an sechs Monaten denn einem Jahr". Der deutsche Airbus-Chef Thomas Enders hatte bereits jüngst eine weitere Verzögerung beim A400M nicht ausgeschlossen und den Frühherbst als möglichen Termin für den Erstflug genannt. Wie Gallois nun sagte, hakt es vor allem bei den Triebwerken.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx, reuters

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