EU-Inflation Höchste Geldentwertung seit Gründung

So hoch war die Inflation seit Gründung der EU noch nicht - um 3,7 Prozent stiegen die Preise auf Jahressicht. Deutschland kommt mit 3,1 Prozent vergleichsweise glimpflich davon.

Brüssel - Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind im Mai mit der stärksten Jahresrate seit Juni 1992 gestiegen, gleichzeitig wurde der höchste Inflationswert seit Gründung der Europäischen Währungsunion verzeichnet. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte, lagen die Lebenshaltungskosten auf Jahressicht um 3,7 Prozent höher.

In einer Vorabschätzung hatten die Statistiker noch eine Teuerung von 3,6 Prozent ausgewiesen. Gegenüber April legten die Preise wegen der anhaltend kräftigen Verteuerung von Energie und Nahrungsmitteln um 0,6 Prozent zu.

Höhere Inflationsraten wurden im Mai in praktisch allen Mitgliedstaaten der Eurozone verzeichnet. Am höchsten fiel dabei die Teuerung in Slowenien (6,2 Prozent) und Belgien (5,1 Prozent) aus, am niedrigsten war die Inflation in den Niederlanden (2,1 Prozent) und in Portugal (2,8 Prozent). Deutlich unter dem Durchschnitt des Währungsgebiet lag auch der Preisauftrieb in Deutschland (3,1 Prozent).

Hauptkomponenten mit den höchsten jährlichen Raten waren den Statistikern zufolge im Mai Nahrungsmittel, die 6,4 Prozent zulegten sowie Verkehr (5,9 Prozent) und Wohnung (5,7 Prozent). Die niedrigsten Raten seien dagegen bei Nachrichtenübermittlung (minus 1,7 Prozent) oder auch Schuhen (0,7 Prozent) zu verzeichnen gewesen.

manager-magazin.de mit Material von ap und ddp

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