Ermittlungen Bayer-Mitarbeiter korrupt?

Staatsanwälte ermitteln gegen neun Mitarbeiter der Bayer AG. Sie stehen unter dem Verdacht, von einer Gerüstbaufirma für die Vergabe von Aufträgen bestochen worden zu sein. Dem Dax-Konzern mit Sitz in Leverkusen ist dadurch angeblich ein Schaden von zehn Millionen Euro entstanden.

Hamburg - Wegen Korruptionsverdachts wird gegen neun Mitarbeiter des Chemie- und Pharmakonzerns Bayer  ermittelt. Sie sollen von Beschäftigten einer Gerüstbaufirma bestochen worden sein und dieser Instandsetzungsaufträge bei dem Leverkusener Konzern verschafft haben.

Einen entsprechenden Bericht der "Rheinischen Post" bestätigte ein Unternehmenssprecher am Samstag. Dem Bericht zufolge soll dem Chemiekonzern ein Schaden in Höhe von rund zehn Millionen Euro entstanden sein.

Der Fall stamme aus dem vergangenen Jahr, sagte der Sprecher. Bayer habe damals Unregelmäßigkeiten entdeckt und die Staatsanwaltschaft eingeschaltet, die im Mai einzelne Bayer-Büros durchsucht habe. Vor einigen Wochen habe der Konzern acht verdächtige Mitarbeiter vom Dienst suspendiert und einen fristlos gekündigt, sagte der Bayer- Sprecher. "Es wird nicht gegen den Bayer-Konzern ermittelt, sondern gegen einzelne Mitarbeiter", betonte er.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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