Automobilbranche Zulieferer setzen auf Umwelttechnik

Deutschlands Autobranche blickt zuversichtlich in die Zukunft. Mit moderner Umwelttechnik hoffen insbesondere die Zulieferer auf bessere Geschäfte als zuletzt. Doch auch jetzt schon scheint sich die Lage zu stabilisieren.

Frankfurt am Main - Die deutschen Autozulieferer wollen mit neuen Umwelttechnologien ihr Geschäft ausbauen. Komponenten für sparsame Motoren und Technologie zur Senkung des Schadstoffausstoßes würden neues Potenzial bieten, sagte der Vizepräsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Jürgen Geißinger.

Die gestiegenen Öl- und Rohstoffpreise setzten die Zulieferer derzeit unter Druck. So sei die Rendite der Firmen 2006 trotz eines kräftigen Umsatzanstiegs nur leicht von 2,8 auf 3,9 Prozent gestiegen. "Die Ertragslage ist verbesserungswürdig", sagte Geißinger. Die hohen Ölpreise treffen die Autoindustrie nach einem schwarzen Jahr 2007, in dem die Zahl der Neuanmeldungen wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer auf das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung eingebrochen war.

Die Zulieferindustrie habe in den vergangenen fünf Jahren ihren Umsatz um 33 Prozent auf 75,4 Milliarden Euro gesteigert. Besonders stark legte der Export zu, etwa 44 Prozent des Umsatzes werden im Ausland erzielt. Die Zahl der Mitarbeiter lag im März dieses Jahres bei 328.000 - das waren 3 Prozent mehr als im Vorjahr.

An seinen Umsatzprognosen hielt der Verband indes fest. "Gegenwärtig gibt es keinen Grund, unsere vorsichtige Prognose zu korrigieren", sagte Verbandspräsident Matthias Wissmann. Er verwies auf die Veröffentlichung der Absatzzahlen für das erste Halbjahr in einigen Wochen. Dann könne der VDA eine Bilanz ziehen. Der Verband erwartet für das laufende Jahr in Deutschland 3,2 Millionen Neuzulassungen. Im Verband VDA sind die Autohersteller sowie rund 500 Zulieferunternehmen organisiert.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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