BayernLB Belastungen steigen

Die Belastungen der BayernLB aus der Finanzkrise sind im zweiten Quartal gewachsen. Nach Angaben eines Sprechers stieg der Wertberichtigungsbedarf auf 4,5 Milliarden Euro. Das Gesamtvolumen der Risiko-Investments liegt bei 24 Milliarden Euro.

München - Nach der ursprünglich genannten Summe von 4,3 Milliarden Euro Ende des ersten Quartals sei der Wertberichtigungsbedarf der riskanten Anlagen im Laufe des zweiten Quartals um rund 150 Millionen auf knapp 4,5 Milliarden Euro gestiegen, sagte ein Sprecher der Landesbank am Freitagabend.

Er berief sich dabei auf entsprechende Aussagen des stellvertretenden Vorstandschefs der BayernLB, Rudolf Hanisch, vor dem Untersuchungsausschuss im Bayerischen Landtag.

Der Sprecher betonte aber, dies sei "keine signifikante Verschlechterung wie im ersten Quartal 2008". Das Portfolio habe sich "in Seitenbewegung stabilisiert".

Die BayernLB hatte Anfang April Milliardenbelastungen im Zuge der Krise eingeräumt. Freistaat und Bayerische Sparkassen wollen zusammen nun 4,8 Milliarden Euro bereitstellen, die in eine Zweckgesellschaft fließen sollen, die mögliche Ausfälle bei der BayernLB im Zuge der Finanzmarktkrise absichern würde.

Weitere 1,2 Milliarden Euro steuert die Landesbank selbst bei.

Insgesamt liegt das Volumen der risikobehafteten Investments bei der BayernLB bei rund 24 Milliarden Euro. Ein Viertel davon muss abgesichert werden.

manager-magazin.de mit Material von ap und reuters

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