Einzelhandel Schwaches Geschäft im April

Der Einzelhandel kommt weiter nicht in Schwung. Die steigende Inflation bremst die Kauflust der Verbraucher. Besonders die Verkäufer von Lebensmitteln setzten im April deutlich weniger um als im Vorjahr.

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden auf Grundlage erster vorläufiger Ergebnisse mitteilte, sank der Umsatz im April saison- und kalenderbereinigt real um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Ökonomen hatten dagegen im Durchschnitt einen Zuwachs um 1,4 Prozent auf Monatssicht erwartet.

Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass der April 2008 mit 26 Verkaufstagen drei Verkaufstage mehr zählte als der Vorjahresmonat. Gegenüber März wurde ein Minus von real 1,0 Prozent (März: minus 6,8 Prozent) verzeichnet.

Nominal lagen die Umsätze im April den Angaben zufolge im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent niedriger, während auf Jahressicht ein Plus von 1,5 Prozent registriert wurde. Zudem revidierte Destatis den monatlichen Rückgang für März auf real 2,2 Prozent von bisher minus 1,9 Prozent nach unten. In den ersten vier Monaten des Jahres 2008 setzte der Einzelhandel real 0,9 Prozent weniger und nominal 1,6 Prozent mehr um als im Zeitraum Januar bis April 2007.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, sank der Einzelhandelsumsatz mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren im April real um 4,8 Prozent gegenüber April 2007. Nominal sei der Umsatz unverändert geblieben. Bei den Supermärkten, Selbstbedienungs-Warenhäusern und Verbrauchermärkten seien nominal 0,2 Prozent mehr und real 4,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat umgesetzt worden. Beim Facheinzelhandel mit Lebensmitteln hätten die Umsatzrückgänge nominal 2,8 Prozent und real 6,1 Prozent betragen.

Besser sah die Situation den Angaben zufolge im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln aus. Dort hätten die Umsätze im April 2008 nominal 2,7 Prozent und real 1,6 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats gelegen. Im sonstigen Facheinzelhandel - zum Beispiel Bücher und Schmuck - seien nominal 7,7 Prozent und real 10,4 Prozent mehr umgesetzt worden.

Auch im Versandhandel habe es deutliche Umsatzsteigerungen von nominal 10,0 Prozent und real 9,3 Prozent gegeben. Dagegen seien im Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen die Umsätze um nominal 9,7 Prozent und real 10,0 Prozent gesunken.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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