GM 19.000 Arbeiter nehmen Abfindung

Der größte Autohersteller der Welt tauscht einen Teil seiner Belegschaft aus. Jedes vierte Gewerkschaftsmitglied bei General Motors nimmt ein Abfindungsangebot an. Der Konzern will neue Arbeiter einstellen, die nur halb so viel Lohn bekommen.

Detroit - Beim US-Autohersteller General Motors (GM)  werden rund 19.000 Mitarbeiter gegen Abfindungen von bis zu 140.000 Dollar das Unternehmen verlassen. Damit hätten rund ein Viertel aller gewerkschaftlich organisierten Arbeiter des Konzerns das Angebot angenommen, teilte GM am Donnerstag mit. Sie würden das Unternehmen nun zum 1. Juli verlassen.

GM will einen Teil der Stellen durch bis zu 16.000 Neueinstellungen besetzen. Dabei sollen die Stundenlöhne zum Teil aber bei nur 14 Dollar liegen. Die jetzt ausscheidenden Mitarbeiter bekamen durchschnittlich rund 28 Dollar. Der Konzern hatte sich Anfang Februar mit der Gewerkschaft UAW auf ein entsprechendes Vorgehen geeinigt. Dabei wurde allen 74.000 organisierten Mitarbeitern freigestellt, sich für eine Abfindung zu entscheiden. Ältere Arbeiter durften vorzeitig mit vollen Bezügen in den Ruhestand gehen.

Gleichzeitig mit der Mitteilung wurde bekannt, dass GM offenbar bereits an neuen Restrukturierungsplänen arbeitet. Aus Unternehmenskreisen hieß es, GM-Chef Rick Wagoner und sein Management bereiteten einen Plan vor, nach dem die Produktion gedrosselt werden soll.

GM steht - wie andere US-Autohersteller auch - unter dem Druck, die Kosten senken zu müssen. Auf dem US-Automarkt wird es in diesem Jahr wohl keine Absatzzuwächse geben und die zuletzt erneut gestiegenen Benzinpreise haben die Situation nochmals verschärft.

Wettbewerber Ford  gab im April bekannt, dass 4200 Arbeiter das Abfindungs- oder Frührentenangebot des Unternehmens angenommen hätten, halb so viele wie gehofft. Der GM-Zulieferer American Axle and Manufacturing teilte an diesem Mittwoch mit, dass jeder zweite Arbeitsplatz gestrichen werden soll. Die Firma will ihren Beschäftigten nicht nur Abfindungen und Frührenten anbieten, sondern auch einige entlassen und Werke schließen.

manager-magazin.de mit Material von reuters, ap und dpa-afx

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