Deutsche Bahn Schenker baut Asiengeschäft aus

Die Deutsche Bahn will das Logistikgeschäft in Asien deutlich ausbauen. Bis zum Jahr 2010 werde die Zahl der Standorte in China auf 70 Städte mehr als verdoppelt, kündigte die zuständige Konzernsparte DB Schenker Logistics an. Entsprechend rasant soll dort auch der Umsatz wachsen.

Berlin - In den kommenden acht Jahren werde ein jährliches Umsatzwachstum in China um 20 Prozent angestrebt, sagte Thomas Lieb, Chef der Bahn-Sparte Schenker Logistics, am Montag in Berlin.

2007 erwirtschaftete die Bahn mit Logistikleistungen nach eigenen Angaben rund 1,7 Milliarden Euro in China. Außerdem beteiligt sich das Unternehmen am Aufbau eines Terminalnetzes im chinesischen Hinterland, um damit eine Basis für den kombinierten Verkehr aufzubauen. Dafür investiert ein internationales Konsortium, an dem die Bahn mit 8 Prozent beteiligt ist, rund 1,3 Milliarden Euro. Darüber hinaus soll bis zum Ende des Jahres eine feste Eisenbahnverbindung für den Güterverkehr zwischen Peking und Hamburg aufgenommen werden.

Bahn-Transportvorstand Norbert Bensel äußerte sich für das gesamte Transport- und Logistikgeschäft des Konzerns im laufenden Jahr zuversichtlich. "Die ersten Monate sind gut gelaufen", sagte er. Der Außenumsatz der Sparte sei im ersten Quartal um gut 8 Prozent auf fast 4,7 Milliarden Euro gestiegen. Ohne weitere Zukäufe rechnet Bensel mit einem Umsatzplus von bis zu 8 Prozent in diesem Jahr. Allerdings gebe es aufgrund des hohen Ölpreises eine gewisse Unsicherheit.

Die Logistiksparte gilt als der große Hoffnungsträger der Bahn in den nächsten Jahren. Im Personenverkehr sind die Wachstumschancen eher gering. Internationale Transporte sollen die Fantasie der Privatinvestoren beim Börsengang wecken. Vor allem in Asien sieht DB Schenker dabei Chancen wegen des starken Wirtschaftswachstums. Schenker steuert beispielsweise für BMW in China das Ersatzteilmanagement oder für den Handyhersteller Sony-Ericsson die Logistik rund um die Fertigung der Mobiltelefone.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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