USA Weniger Anträge auf Arbeitslosengeld

Auf den ersten Blick ist es ein Grund zur Entspannung - die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist auf Wochensicht gesunken. Experten hatten mit einem Anstieg der Zahlen gerechnet. Doch die Zentralbank verbindet damit noch keine Entwarnung.

Washington - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der abgelaufenen Woche überraschend deutlich gesunken. Sie seien um 9000 auf 365.000 zurückgegangen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mit. Im aussagekräftigeren Vierwochendurchschnitt kletterte die Zahl allerdings um 5000 auf 372.250.

Von Thomson Financial News befragte Volkswirte hatten hingegen mit 370.000 Erstanträgen gerechnet. Der Wert der Vorwoche wurde von 371.000 auf 374.000 revidiert.

Die amerikanische Notenbank (Fed) hat ihre Wachstumsprognose trotz der kurzfristigen Entspannung nach unten geschraubt und zugleich ein vorläufiges Ende ihrer Zinssenkungspolitik signalisiert. Die Währungshüter gehen für 2008 nur noch von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt von 0,3 bis 1,2 Prozent aus, wie die Zentralbanker mitteilten. Zuvor hatte die Notenbank noch mit Zuwächsen von 1,3 bis 2,0 Prozent gerechnet.

Zugleich treibt Amerikas Währungshüter die Sorge um, dass die ohnehin hohe Teuerung nicht nachlassen und die Arbeitslosenzahl noch deutlich steigen könnte. Angesichts dieser düsteren Perspektiven haben mehrere Notenbanker bei der jüngsten Zinssitzung Ende April eine weitere Lockerung der Zinspolitik als Reaktion auf eine schwächere Konjunktur als "wahrscheinlich nicht angemessen" bezeichnet.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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