Großhandel Metro expandiert nach Ägypten

Der Metro-Konzern sucht sein Heil im Ausland. Die Großhandelstochter Metro Cash & Carry nimmt Ägypten als 30. Markt ins Visier. Unter dem Namen Makro sollen dort bis zu zehn neue Märkte entstehen. Die Kette sieht darin eine Bestätigung ihrer Rolle als internationalstes Unternehmen der Branche.

Düsseldorf - Der Handelskonzern Metro  plant den Markteintritt seiner Großhandelstochter Metro Cash & Carry in Ägypten. Wie das Düsseldorfer Unternehmen am Sonntag mitteilte, wird damit ein wichtiger Schritt in die Wachstumsregion Naher Osten und Nordafrika getätigt. Zugleich unterstreiche der Großhändler seine Position als "internationalstes Unternehmen" der Branche.

"Als größtes Land der Region mit knapp 80 Millionen Einwohnern und beeindruckenden Wachstumsraten ist Ägypten ein vielversprechender Markt für unseren Selbstbedienungsgroßhandel", sagte Frans Muller, Vorstandsmitglied der Metro Group und Chef der Metro Cash & Carry International, laut Mitteilung auf einer Pressekonferenz mit dem ägyptischen Handelsminister Rachid M. Rachid in Sharm el Sheikh.

Wenn alle notwendigen Voraussetzungen für den Markteintritt geklärt seien, wäre die Eröffnung des ersten Metro Cash & Carry-Großmarkts Ende 2009 in Kairo denkbar. Mittelfristig sieht das Unternehmen in Ägypten ein Marktpotenzial von bis zu zehn Großhandelsmärkten mit einem Investitionsvolumen von jeweils rund 15 Millionen Euro.

Ägypten würde damit das 30. Land werden, in dem Metro Cash & Carry aktiv ist. Aus markenrechtlichen Gründen werde der Großhändler dort voraussichtlich unter dem Namen "Makro" firmieren, mit dem er bereits in verschiedenen europäischen Ländern vertreten ist. Langfristig schätzt Metro Cash & Carry das gesamte Marktpotenzial Ägyptens laut Mitteilung auf mehr als 20 Standorte. Jeder Großmarkt werde mehr als 250 Menschen Arbeit geben, über 100 weitere Stellen sollen in der ägyptischen Zentrale geschaffen werden.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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